Was wichtig wird | Billigflieger unter Druck

"Die guten Preise werden versteckt"

04.10.2018

Billigflieger machen es möglich, dass alle in die Ferne reisen können. Wir haben uns längst an Schnäppchenpreise gewöhnt, aber die könnten bald seltener werden. Denn die Fluggesellschaften haben selbst immer mehr Kosten.

Billigflieger

Für zehn Euro nach London oder Barcelona fliegen, zwar ohne Gepäck und ohne Fußraum, aber egal – Hauptsache schön billig. Wir haben uns längst an unschlagbar günstige Flugpreise gewöhnt. Aber die Fluggesellschaften geraten zunehmend unter finanziellen Druck. Es ist fraglich, ob sie die billigen Preise weiter anbieten können wie bisher.

Kosten für die Fluggesellschaften steigen

Ein wichtiger Grund ist, dass der Preis für Treibstoff steigt. Außerdem fordern immer mehr Angestellte der Fluggesellschaften bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. In Reaktion darauf hat zuletzt Ryanair angekündigt, den Standort Bremen zu schließen. Ein weiterer Punkt ist, dass die Gebühren an den Flughäfen steigen.

Noch weniger Service

Die Billigflieger versuchen deshalb weiter einzusparen, wo es geht. Beispielsweise fallen dann noch mehr Gebühren für Extra-Leistungen an, so wie jetzt schon für Gepäck oder bestimmte Sitzplätze. Dann zukünftig zum Beispiel auch, wenn man zwei Plätze nebeneinander buchen möchte.

Viele Airlines haben bereits aufgegeben und Insolvenz angemeldet. Der Markt wandelt sich stark. Billigtarife wird es wohl weiter geben, aber weniger und versteckter als bisher, sagt Rüdiger Kiani-Kress von der WirtschaftsWoche im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Eva Morlang.

 


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