Was wichtig wird | Musik-Streaming verändert Industrie

Der Kampf um die Euros

29.03.2018

Der Streaming-Dienst Spotify wächst und wächst. Jetzt geht das Unternehmen an die Börse. Was bedeutet das für die Branche? Ein Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Jobwechsel, aber richtig. Wie die berufliche Veränderung gut klappt.

Verluste gehören dazu

Der Börsengang bis Ende des Jahres wird kein leichter. Denn Spotify gehört zwar zu den beliebtesten Musik-Streamingdiensten. Der Anbieter wächst jeden Tag. Ende 2017 hatte das schwedische Firma 71 Millionen zahlende Abo-Kunden. Insgesamt sind es 159 Millionen Nutzer.  Die 200-Millionen-Nutzer-Marke ist dann in diesem Jahr das Ziel. Dennoch rechnet Spotify mit Verlusten, denn noch seien zu wenige Abos verkauft. Zudem kostet auch der Börsengang Geld. Das nimmt das Unternehmen allerdings gerne in Kauf, um noch weiter zu wachsen.

Die Verluste bei Spotify haben Künstler in der Vergangenheit jedoch nicht davon abgehalten über das Musik-Streaming zu schimpfen. Noch vor drei Jahren galt Spotify als Fluch, der Künstler zerstört. Deshalb hatte sich damals unter anderem Taylor Swift entschieden, ihre Musik von der Plattform entfernen zu lassen. Zweieinhalb Jahre hat Sie ihren Boykott durchgezogen – heute ist sie wieder auf Spotify zu finden.

Unausweichliches Schicksal

Am Musik-Streaming kommt die Industrie heute nicht mehr vorbei. Laut Bundesverband der Musikindustrie ist Streaming das zweitstärkste Umsatzsegment nach der CD. Das wissen auch die Plattenbosse und handeln immer wieder neue Deals aus. Außerdem hat das Streamen an sich aber auch das Hörverhalten verändert. Häufig sind die ersten 30 Sekunden heute das wichtigste am Song. Sie entscheiden, ob der Nutzer dran bleibt.

Am Ende habe das Musik-Streaming doch sogar die Industrie gerettet, erklärt Stefan Hajek von der WirtschaftsWoche im Gespräch detektor.fm-Moderatorin Carina Fron.


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