Wenn der Herzschrittmacher noch kann – Recycling für Medizingeräte

02.01.2013

Herzschrittmacher springen ein, wenn das Herz allein nicht korrekt arbeitet - und können dies oft auch dann noch, wenn der Besitzer verstorben ist. Die Geräte sind teuer - und damit stellt sich die Frage: warum recycelt man sie nicht einfach?

Groß und klein, alt und neu - Herzschrittmacher können mitunter in mehreren Patienten zum Einsatz kommen. / © Peter Mall / pixelio.de

Wenn im Kinofilm jemand stirbt, dann hört man oft, wie das Herz aufhört zu schlagen.

Doch was passiert dann eigentlich mit Geräten, die den Herzmuskel anregen und den Herzschlag sozusagen künstlich erzeugen? Herzschrittmacher schlagen ja nach dem Tod nicht weiter, sie werden – wie viele andere Implantate – meistens mit begraben oder verbrannt. Doch Herzschrittmacher funktionieren auch nach dem Tod des Trägers noch.

Ob man die einfach weiterverwenden darf und wie so ein Schrittmacher-Recycling in Deutschland aussehen könnte, darüber sprechen wir mit Gerhard Hindricks. Er leitet die Abteilung für Rhytmologie am Herzzentrum der Universitätsklinik in Leipzig.