Wie von einem anderen Stern: Rohstoffsuche auf Asteroiden

25.04.2012

Es klingt wie Science Fiction und könnte doch bald Realität werden. Ein US-amerikanisches Unternehmen plant in den nächsten Jahren Flüge zu Asteroiden - um dort nach Rohstoffen zu suchen. Doch wie soll das funktionieren?

Die Oberfläche des Asteroiden Vesta. Hält auch er nutzbare Rohstoffe bereit? ©JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/NASA/dapd

Asteroidenforscher am DLR. / Foto: dlr.deAlan HarrisAsteroidenforscher am DLR. / Foto: dlr.de 

Am Wochenende gingen spektakuläre Bilder um die Welt. Mehrere Aufnahmen zeigten einen riesigen Feuerball, der am Himmel über dem US-Bundesstaat Nevada für Aufregung sorgte. Viele wussten zunächst nicht, worum es sich bei dem Phänomen handelte, bis schließlich das Verglühen eines Asteroiden in der Erdathmosphäre als Ursache bestätigt wurde.

Asteroiden stellen für das Leben auf der Erde durchaus auch eine Bedrohung dar. Die Anzahl dieser Himmelskörper liegt nach Schätzungen allein im Sonnensystem bei mehreren Millionen, von denen aber nur wenige größer als 100 Meter sind. Würde ein so großer Asteroid die Erde treffen, käme es zu einer globalen Katastrophe.

Asteroiden bieten allerdings auch Chancen für die Menschheit. Das US-amerikanische Unternehmen Planetary Ressources stellte vor wenigen Tagen Pläne vor, um auf Asteroiden nach Rohstoffen wie Gold und Platin zu suchen. Dabei kann sich die Firma über prominente Unterstützer freuen – darunter Star-Regisseur James Cameron. Ob die Pläne zur Gewinnung von Rohstoffen im Weltall überhaupt realistisch sind und wann mit ersten Erfolgen zu rechnen ist, darüber haben wir mit Alan Harris vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gesprochen.