Wird die WestLB zerschlagen?

10.01.2011

Eine der größten deutschen Banken, die WestLB, steht kurz vor dem Ende. Die Landesbank hat sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt verspekuliert. Nun droht der staatlichen Bank die Zerschlagung.

Die WestLB droht, zerschlagen zu werden. Heute beraten die Anteilseigner in Düsseldorf über die Zukunft der Bank. Quelle: Kirsten Neumann/dapd.

leitet beim Handelsblatt das Bankenteam.Peter Köhlerleitet beim Handelsblatt das Bankenteam. 

Die staatliche Westdeutsche Landesbank benötigte vom Bund finanzielle Unterstützung in Milliarden-Höhe und steht nun offenbar kurz vor der Zerschlagung. Heute treffen sich die Anteilseigner der Bank in Düsseldorf, um über die Zukunft der WestLB zu beraten. Vor allem zwei Perspektiven für die Bank werden diskutiert:

Erstens: Die Landesbank wird in ihre Geschäftsfelder Kapitalmarktgeschäft, Verbundsgeschäft mit den Sparkassen, Zertifikate-Plattform, internationales Projektgeschäft und Immobiliengeschäft aufgeteilt. Die einzelnen Bereiche werden anschließend seperat an Private Equity Gesellschaften, wie Lone Star, KKR oder Blackstone, verkauft.

Zweitens: die WestLB wird Teil einer neuen „Landesbank Mitte“. Die neue Landesbank besteht im ersten Schritt aus der Deka, der Helaba und Teilen der WestLB. Im zweiten Schritt könnten die NordLB, die LBB und LBBW in die neue Landesbank integriert werden und eine Zentralbank der Sparkassen bilden.

Der Wirtschaftsjournalist Peter Köhler schreibt für das Handelsblatt und berichtet schon seit Jahren über die WestLB.

Hören Sie hier das Gespräch mit Peter Köhler: