WTO-Abkommen: Wirtschaftsimpuls oder Zementierung von Armut?

09.12.2013

159 Staaten haben sich geeinigt: der Welthandel soll erleichtert werden. Das sogenannte Welthandelsabkommen ist auf Bali verabschiedet worden - was bedeutet das? Wer profitiert davon?

Bald zollfrei über die Meere schippen? Foto: Ting Chen/ flickr.com

Seit 1995 gibt es die Welthandelsorganisation WTO – doch mit jedem gescheitertem Treffen hat die Organisation an Glaubwürdigkeit verloren. Der Abbau von Handelshemmnissen sollte das Ziel sein, doch erst 18 Jahre nach der Gründung sprechen Beobachter von einem wichtigen Schritt.

Auf der einen Seite wird das neue multilaterale Handelsabkommen der Welthandelsorganisation (WTO) gelobt. Auf der anderen Seite wettern Kritiker gegen das Abkommen unter 159 Staaten.

Als Gewinner gilt indes Deutschland: der generell schon starke Export könnte durch das neue Abkommen weiter gestärkt werden. Wirtschaftsnahe Befürworter erhoffen sich in den kommenden fünf Jahren einen zusätzlichen Handel von 60 Milliarden Euro.

sieht das Abkommen nicht allzu kritisch.Günther Schulzesieht das Abkommen nicht allzu kritisch.  

Auf der Gegenseite wird jedoch genau das kritisiert: das Abkommen helfe nur den Reichen (USA und Europa), denen es sowieso gut geht.

Besonders Indien hatte sich im Vorfeld über die Verhandlungen beschwert, auch Kuba und Venezuela hatten gedroht, die Verhandlungen platzen zu lassen.

Nutzen für Alle oder Schaden für Entwicklungsländer?

Wem nützt das Abkommen wirklich? Steht Deutschland dann noch häufiger in der Kritik, „zu Lasten anderer“ zu exportieren? Darüber haben wir mit Günther Schulze von der Universität Freiburg gesprochen.