Zahnersatz vom Kaffeeröster: Tchibo und die ZahnersatzCard

19.07.2013

Tchibo und Kaffee – das war vor langer Zeit einmal so. Inzwischen weitet der Kaffeeröster sein Angebot immer weiter aus. Neben Handys, Kleidung und Co. gibt es bei Tchibo nun auch Zahnersatz.

Der Kaffeeröster Tchibo ist 1949 gegründet worden. Der Name entstand aus der Verschmelzung von Tchiling, dem Nachnamen des Mitgründers, und dem Wort Bohne. 24 Jahre lang hat Tschibo nur Kaffee verkauft. Danach nahm das Unternehmen immer mehr Produkte in sein Sortiment auf.

Inzwischen sind immer mehr Sparten dazu gekommen: Reisen, Kleidung, sogar Handys. Auch das neueste Angebot hat recht wenig mit Kaffee zu tun: seit dieser Woche gibt es bei Tchibo die ZahnersatzCard.

Der Rabatt gilt nur für bestimmten Hersteller

hält Tchibos Vorhaben für einen Marketing-Gag.Dr. Jürgen Fedderwitzhält Tchibos Vorhaben für einen Marketing-Gag. 

Unterstützt wird Tchibo beim Verkauf des Zahnersatzes durch die Firma „Novadent“. Durch die ZahnersatzCard erhält der Kunde einen gewissen Rabatt, wenn der behandelnde Arzt ein Ersatzstück von „Novadent“ einsetzt. Das Problem: Nicht jeder Zahnarzt arbeitet mit diesem Unternehmen zusammen.

Doch auch da weiß Tchibo Rat – und hat eine Internetseite erstellt, die einem die passenden Zahnärzte aufzeigt. Diese sitzen ausnahmslos in Deutschland, die Utensilien kommen teils aus dem Ausland.

Über Sinn und Unsinn dieser Aktion haben wir mit Jürgen Fedderwitz gesprochen. Er ist der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.

Ich fürchte sogar, dass mancher Kunde bei Tchibo, der gar keinen Zahnersatz braucht, sich diese 24-Euro-Karte anschafft (..), da sage ich: Dafür lieber Kaffee kaufen. – Jürgen Fedderwitz, KZBV