Antritt | Klingeln bei Klötzer: Hintergründe der Tour-Tests

"Das beste und das schnellste Rennrad der Welt rausfiltern"

02.06.2017

Das TOUR-Magazin aus München will nach eigener Aussage das Rennrad besser machen. Darum testen die Redakteure Fahrräder im Labor und auf der Straße. Jens Klötzer spricht über seine Arbeit.

Antritt wird präsentiert von ROSE – die Bike-Experten


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„Antritt“ präsentiert von ROSE – die Bike-Experten

Das Rennradmagazin „Tour“ aus München hat für den Fahrradmarkt einige Bedeutung: Denn die akribischen Rennradspezialisten nehmen Herstellerversprechen wörtlich und gehen ihnen in umfangreichen Tour-Tests auf den Grund. Bis in die 1990er Jahre sind Fahrradtests vor allem auf der Straße durchgeführt worden. Viele Fahreindrücke blieben dabei subjektiv und nur schwer quantifizierbar.

In den 1990er Jahren haben dann die Autoren Dirk Zedler und Robert Kühnen für das Tour-Magazin erste Prüfstände entwickelt und damit das Testverfahren für Fahrräder und Fahrradrahmen auf ein neues Niveau gehoben. Statt nur dem Eindruck auf der Straße zu vertrauen, werden Fahrradrahmen seitdem auch auf Prüfmaschinen aufgespannt. Steifigkeits- und Komfortwerte werden dabei präzise gemessen, was die jeweiligen Produkte vergleichbar macht. Den blumigen Herstellerversprechen kann man mit diesem Ansatz nüchtern auf den Grund gehen. Inzwischen finden sich auf diesem Ansatz aufbauende Prüfstände weltweit in Fahrradfirmen, -fabriken und Redaktionen.

Wie entstehen Tour-Tests?

Ein Prüfstand allein macht allerdings noch keinen Fahrradtest. Die Ergebnisse müssen aufbereitet, interpretiert und eingeordnet werden. Und natürlich ist bei aller Vergleichbarkeit von Messwerten auch der Fahreindruck eines Fahrrades relevant. Dementsprechend hat die Münchener Redaktion ein Testverfahren entwickelt, in das sowohl Prüfstandsdaten als auch Praxiserfahrungen einfließen und das den Entwicklungen auf dem Rennradmarkt immer wieder angepasst wird.

Tour-Test als Marketing

Viele Rennradhersteller stellen dem Tour-Magazin ihre Räder für Tests zur Verfügung. Denn eine gute Bewertung im Heft ist bestes Marketing für die Firmen, die mit den positiven Testergebnissen offensiv Werbung betreiben. Das ruft auch Zweifler auf den Plan, Tour-Tests werden viel diskutiert.

Wir haben mit unserem Technikexperten Jens Klötzer über die Tour-Tests, über ihre Aussagekraft und über die Kritik daran gesprochen. Denn wenn er nicht gerade mit uns telefoniert, prüft er Rennräder für Tour auf Herz und Nieren.

Foto: Gerolf Meyer.Die Note die da drunter steht heißt zwar, dass es im Rahmen der Kriterien, die wir uns überlegt haben, sehr gut abgeschnitten hat. Aber es muss nicht bedeuten, dass es das perfekte Rad für jeden Fahrer ist.Jens KlötzerTechnikredakteur beim Tour-Magazin. 

Der passende Podcast mit der gesamten Ausgabe bietet den idealen Soundtrack für das Rad. Antritt ist auch bei Facebook.