AutoMobil | Was ist eigentlich Asphalt?

Die äußere Erscheinung täuscht

30.01.2017

Wir alle kommen täglich in Kontakt damit, wissen aber vermutlich wenig darüber: Asphalt. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Das Gemisch ist nämlich nicht einfach nur ein schnöder Straßenbelag – dahinter steckt viel mehr.

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Zugegeben: Asphalt sieht ziemlich langweilig aus. Und überhaupt klingt Asphalt nicht gerade nach einem sonderlich spannenden Thema. Dabei steckt hinter dem grauen Straßenbelag mehr, als viele vermuten. Das Gemisch ist nämlich recht vielfältig. Es kann zum Umweltschutz beitragen oder sich bis zu einem gewissen Grade selbst reparieren.

In Deutschland werden aktuell jedes Jahr rund 40 Millionen Tonnen neuer Asphalt angemischt. Das ist verhältnismäßig wenig, wenn man es mit den Mengen aus den letzten Jahrzehnten vergleicht. Ein Grund dafür ist, dass das Bitumen-Gemisch gut recyclebar ist. Theoretisch könnten 95 Prozent der alten Straßenbeläge wiederverwendet werden. Kritiker bezweifeln zwar, dass die Quote tatsächlich so hoch liegt. Dennoch ist der Anteil wiederverwendbarer Materialien recht hoch.

Asphalt: Aus grau mach grün

Schon seit Jahrzehnten wird Asphalt für unsere Straßen verwendet. Früher wurde zudem noch Teer beigemischt das ist allerdings seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr der Fall. Diese Annahme hält sich dennoch hartnäckig. Tatsächlich arbeitet man heutzutage mit ganz anderen Gemischen. Zudem wird daran geforscht, wie Asphalt die Stickoxide im Straßenverkehr senken kann oder zum Lärmschutz beiträgt.

Der OPA (offenporiger Asphalt) schluckt die Luft und den Lärm. – Bernd Hinrichs

Aber auch hier gibt es Grenzen. Sogenannter Flüsterasphalt kann beispielsweise nicht großflächig im Straßenverkehr eingesetzt werden. Deswegen findet man ihn oftmals eher auf Autobahnen oder Bundesstraßen. Und egal, wie man das Gemisch chemisch zubereitet, gegen manipulierte Stickoxidwerte im Diesel wird es wohl auch in den kommenden Jahren nicht ankommen.

Trotzdem gibt es Fortschritte in der Forschung. In den Niederlanden arbeiten Wissenschaftler an einer Art Selbstheilung des Straßenbelages. Durch das Beimischen von Stahlwolle sollen sich kleine Risse wieder schließen können. Kosten für die Instandhaltung könnten so gesenkt werden.

Was Asphalt noch so alles kann und wo seine Grenzen liegen, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Bernd Hinrichs gesprochen. Er leitet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Asphaltverband.

In drei Minuten Gespräch mit Bernd Hinrichs habe ich mehr gelernt als ich jemals über Straßenbeläge wusste! – Doris Hellpoldt

Bernd HinrichsKleine Risse, die im Winter entstehen, werden im Sommer dann automatisch geheilt.Bernd Hinrichsleitet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim DAV. 

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