AutoMobil | Umweltschutz im Straßenverkehr

Nachhaltig Autofahren – geht das?

15.07.2016

Das Auto ist noch immer einer der größten Umweltverschmutzer. Dabei ließe sich der Straßenverkehr deutlich nachhaltiger gestalten. Nur wie? Sowohl die Automobilindustrie als auch die Politik scheinen überfordert.

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Der Umweltschutz ist eines der wichtigsten Ziele dieses Jahrhunderts. Die Erderwärmung gilt es aufzuhalten, oder zumindest zu reduzieren. Die Energiewende steht vor der Tür. Und sowieso soll alles umweltfreundlicher werden.

Doch gerade im Bereich der Mobilität bewegt sich kaum etwas. Dieselautos sind deutlich schmutziger als geplant, die Entwicklung von E-Autos kommt auch nicht so richtig voran. Die Folge davon sind Unmengen an CO, die täglich in die Luft geblasen werden.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland 32.000 Menschen, die vorzeitig sterben wegen der Luftverschmutzung. Und der Straßenverkehr in den Städten ist eine Hauptursache. – Felix Creutzig, Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)

Blaue Plakette: Dieselverbot in der Stadt?

Nun aber soll sich einiges ändern. Im Zuge des VW-Skandals diskutieren derzeit mehrere Kommunen ein komplettes Dieselverbot in den Innenstädten. Der Vorschlag stammt ursprünglich vom Bundesumweltministerium, doch er scheint Anklang zu finden – wenn auch nicht bei allen.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich klar gegen ein solches Verbot positioniert. Trotzdem könnten die Umweltzonen deutscher Städte bald um eine weitere Plakette erweitert werden. Blau soll sie sein und die Autos kennzeichnen, die durch besonders hohe Stickstoffoxidwerte aufgefallen sind. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, wären hiervon also hauptsächlich die umweltunfreundlichen Dieselautos betroffen.

Umweltschutz: doch lieber morgen?

Doch schon jetzt zeigen die Umweltplaketten kaum eine Wirkung. In Stuttgart zeigt sich fast täglich, dass selbst die Autos, die einen grünen Aufkleber bekommen haben, die reinste Umweltkatastrophe sind. Regelmäßig wird in der schwäbischen Großstadt der Grenzwert für Feinstaub überschritten.

Experten warnen seit Langem vor der großen Umweltbelastung, die auch für den Menschen mehr als schädlich ist. Aber so richtig etwas passiert ist seit dem nicht. Die Politik scheint sich nicht besonders für die Problematik ins Zeug zu legen, und auch die Automobilindustrie tut wenig, um wirklich und massenhaft umweltschonendere Autos auf den Markt zu bringen.

Aber wie kann man den Straßenverkehr eigentlich nachhaltig gestalten? Sind alternative Antriebe die Lösung? Oder hilft letztendlich nur ein striktes Fahrverbot für alle?

Darüber hat detektor.fm-Moderator Christian Eichler mit Dr. Felix Creutzig gesprochen. Er leitet im Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) die Arbeitsgruppe Landnutzung, Infrastruktur und Transport und forscht an nachhaltigen Verkehrsstrukturen.

MCC_Felix CreutzigEin größeres Bewusstsein für umweltfreundlichere Verkehrsmittel ist auf jeden Fall hilfreich.Felix Creutzigleitet die Arbeitsgruppe Landnutzung, Infrastruktur und Transport beim MCC. Foto: MCC 

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