Wissenschaft der Bürger

“Citizen Science”: Sind Laien gute Forscher?

05.05.2014

Ist die heutige Wissenschaft zu abhängig von Wirtschaft und Politik? Der Wissenschaftstheoretiker Peter Finke bezeichnet in seinem Buch "Citizen Science: Das unterschätzte Wissen der Laien" den Wissenschaftsbetrieb als von Macht- und Wirtschaftsdenken verdorben. Sind Laien die Lösung?

Mit “Citizen Science” Projekten soll das Interesse für die Wissenschaft geweckt werden. Auch Forscher können davon profitieren. | Foto: Mount Rainier National Park. | flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

„Citizen Science“ als Wissenschaft der Bürger

Ein Ameisenbau ist auf den ersten Blick ein ziemlich unübersichtlicher Haufen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man: Jede einzelne Ameise trägt dazu bei, das der Stamm am Leben bleibt. Schwarmintelligenz nennen Forscher das Ganze.

In der Natur ist Schwarmintelligenz oder kollektive Intelligenz oft zu beobachten. In der Wissenschaft sind Schwarmprojekte wie Wikipedia jedoch die Ausnahme. Dabei gebe es gerade durch das Internet große Möglichkeiten, das Wissen vieler Menschen für die Wisssenschaft zu nutzen, so Kritiker.

Peter Finke ist einer von ihnen. Er ist Wissenschaftstheoretiker und bemängelt, dass Wissenschaftler zu sehr unter sich bleiben. Mit viel Engagement kämpft der ausgestiegene Wissenschaftsprofi in seinem Buch „Citizen Science – Das unterschätzte Wissen der Laien“ für eine neue Wissenschaft. Sie soll nicht nur für die Bürger gemacht, sondern auch von ihnen gestaltet werden. 

kritisiert die wirtschaftliche Kontrolle der Forschung.Systeme wie Politik, Verwaltung oder Wirtschaft üben einen starken Einfluss auf die heutige Wissenschaft aus. Peter Finkekritisiert die wirtschaftliche Kontrolle der Forschung. 

Was sind die Vorteile von „Citizen Science“? Und was können Wissenschaftler von Laien lernen? Darüber haben wir mit Peter Finke gesprochen.