Crowdsourcing: Das RESCUER-System überwacht Massenveranstaltungen

Sicherheit durch die Crowd?

19.06.2014

Je mehr Besucher auf einem Festival sind, desto sicherer wird es - das könnte zumindest mit RESCUER bald schon so sein. Koordinatorin Karina Villela erklärt das Projekt.

Die RESCUER-App soll dafür sorgen, dass bei Veranstaltungen wie einem Musikfestival keine unkontrollierte Panik ausbricht.

Foto: haakonsundbo | Flickr | Lizenz: CC BY 2.0

Kirchentage, Olympische Spiele, Musikfestivals oder auch humanitäre Krisensituationen – eines haben sie alle gemeinsam: Mehrere hunderttausende bis hin zu einigen Millionen Menschen versammeln sich auf einem vergleichsweise engem Raum. Damit das Event friedlich ablaufen kann, ist es umso wichtiger, dass in brenzligen Situationen Rettungs- und Einsätzkräfte schnell helfen können.

Nach der Fußballweltmeisterschaft 2014 wird Brasilien im Jahr 2016 die Olympischen Sommerspiele abhalten. Zum Anlass dieser beiden Sportgroßveranstaltungen entwickeln das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern und die Universität im brasilianischen Salvador da Bahia das Krisen- und Notfallsystem RESCUER: Die Besucherinnen und Besucher einer Veranstaltung können mit ihren Smartphones und Mobilgeräten ständig oder nach Bedarf bestimmte Daten an die Einsatzleitstellen schicken. Aus diesen Daten berechnet das System eine Einschätzung der Lage.

Die europäische Koordinatorin am Fraunhofer IESE ist Karina Villela. Sie erklärt, wie RESCUER vor Ort funktioniert.

Karina Villela1Wir glauben, dass in Zukunft Besucher und Rettungskräfte zusammenarbeiten werden, um die Veranstaltungen sicherer zu machen.Karina Villelaist Europäische Koordinatorin des RESCUER-Projekts. 

Das komplette Interview auf Englisch stellen wir hier ebenfalls zum Anhören und Download bereit. Bei der Frage zur Datensicherheit des Systems wird Karina Villela unterstützt von Jörg Dörr, Hauptabteilungsleiter Information Systems am Fraunhofer IESE.