Curiosity ist ein Jahr lang auf dem Mars – und immer noch alleine

Wichtigste Erkenntnis: Leben auf dem Mars ist möglich!

27.06.2014

Fast zwei Erdjahre sind ein Marsjahr. So lange ist Curiosity nun schon auf dem Roten Planeten. Wie Curiositys Alltag aussieht, und was in Sachen Mars noch so kommt, fragen wir nach - beim zuständigen NASA-Wissenschaftler selbst.

Auch nach einem ganzen Jahr hat der Rover Curiosity immer noch kein Leben auf dem Mars gefunden und muss weiter allein über den Planeten fahren.

Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Einen Kuchen mit einer Kerze gab es zwar nicht. Und auch die Jubiläumsgesellschaft war sehr überschaubar. Genauer gesagt musste Curiosity ihren ersten Jahrestag auf dem Mars ganz alleine feiern. Ein Tweet zur Erde musste reichen. Aber wer außer Curiosity hat schon ein Selfie vom Mars?

Curiosity dreht ihre Runden auf dem Mars seit über 687 Tagen. Das entspricht einem Jahr auf dem Mars. Seit dem 6. August 2012 untersucht sie Gestein und Atmosphäre auf dem Planeten. Die Daten funkt sie zur Bodenstation an das Jet Propulsion Laboratory nach Kalifornien und bekommt von dort auch ihre Anweisungen.

„Sind wir alleine im Universum?“

Die wichtigste Erkenntnis, der Hauptgrund, warum die NASA Curiosity überhaupt auf den Mars geschickt hat, stand ziemlich schnell fest: Ja, auf dem Mars war irgendwann einmal Leben möglich! Davon zeugen nicht zuletzt rundgewaschene Steine, die vor Millionen von Jahren in Flüssen gelegen haben müssen.

Curiosity hat noch viel vor. Wenn es nach Ashwin Vasavada geht, wird sie noch mindestens fünf, besser zehn Jahre auf dem Mars herumfahren und den Planeten untersuchen. Ashwin Vasavada ist der „Deputy Project Scientist“ der Mission „Mars Science Laboratory„, die Curiosity auf ihre Reise geschickt hat, und erklärt uns im Interview, was sie als nächstes tun wird.

VasavadaWenn wir uns die Lebewesen auf der Erde anschauen, fragen wir uns, warum das nicht auch auf dem Mars möglich sein sollte.Ashwin Vasavadaleitender Wissenschaftler der NASA bei der Curiosity-Mission 

Original-Interview

Das Interview mit Ashwin Vasavada im englischen Original gibt es zum Anhören und Downloaden hier: