Die Internationale Rote Liste

Vom Aussterben bedroht - Wie bedrohte Tiere schützen?

12.06.2014

Für Tiger, afrikanische Elefanten und Gorillas wird es eng: Laut der aktuellen Ausgabe der "Internationalen Roten Liste" sind sie alle vom Aussterben bedroht. Doch wie kann diese Feststellung die gefährdeten Arten retten?

Bedrohter brasilianischer WM-Liebling: Das Dreibindengürteltier ist laut der IUCN "gefährdet". Foto: Mark Payne-Gill / AFP

Ranking der bedrohten Arten

Die Internationale Rote Liste, die von der Weltnaturschutzunion IUCN herausgegeben wird, gilt als „Fieberthermometer des Artenschutzes“. Durch sie erfährt die Öffentlichkeit, welche Tierarten dringend Schutz benötigen. Die neueste Ausgabe spricht von über 22.000 bedrohten Tierarten weltweit. Auch das Dreibindengürteltier – Vorbild des diesjährigen WM-Maskottchens Fuleco, ist demnach gefährdet.

Was kann die Internationale Rote Liste leisten?

Die Fakten sind alarmierend, aber können die Ergebnisse der Studie tatsächlich das Artensterben verhindern? Forscher kritisieren, dass die Beurteilungskriterien nicht immer sinnvoll seien und angepasst werden müssten. Außerdem beschützt der Status „Vom Aussterben bedroht“ die gefährdeten Tierarten nicht direkt. Ist die Internationale Rote Liste nur eine Schutzempfehlung oder kann sie Tierarten auch unmittelbar schützen?

Über die Bedeutung der Internationalen Roten Liste für den Artenschutz haben wir mit Dr.Arnulf Köhnke gesprochen. Er ist Artenschutzexperte beim WWF Deutschland.

Arnulf-Koehncke-WebDr. Arnulf KöhnckeArtenschutzexperte beim WWF Deutschland