Experten fordern Weltraumrecht

Per Gesetz durch die Galaxie?

01.06.2015

Mein Stern und dein Mond: so könnte er aussehen, der Konflikt eines ganz realen Krieges der Sterne. Experten fordern daher, 60 Jahre nach dem Beginn der Raumfahrt, die Einführung eines Weltraumrechts, um Besitzansprüche im All zu reglementieren.

Wem gehört eigentlich der Mond?

Besitzansprüche gehören zur Natur des Menschen. Da wundert es kaum, dass Experten nun vorschlagen, ein Weltraumrecht einzuführen. Denn bisher gelten viele Bereiche innerhalb des Weltalls als ungeklärt. So zum Beispiel die Frage, wer für Schäden aufkommt, die durch Weltraumschrott verursacht werden? Oder wer sich an den Bodenschätzen des Mondes bereichern darf? Zwar sehen internationale Verträge bisher vor, dass der Mond ein Eigentum der gesamten Menschheit ist, doch der Abbau von Ressourcen auf dem Mond ist nach heutigem Völkerrecht erlaubt.

Es ist wünschenswert, dass man eine stärkere Verregelung, Verkehrsregeln für den Weltraum und stärkere Regeln für die Vermeidung der Verschmutzung des Weltraumes schafft. –Stephan Hobe, Professor für Luft- und Raumfahrtrecht an der Universität Köln.

Krieg der Sterne

Doch neben den Fragen, welche Rechte für das Weltall von besonderer Bedeutung sind, wird von Experten hinterfragt, inwieweit die irdischen Gesetze überhaupt für das Weltall gelten können. Denn wer kann schon sagen, ob es etwas wie rechts und links tatsächlich im großen All gibt? Über ein international akzeptiertes Weltraumrecht hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel Stephan Hobe befragt. Er ist Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Köln.

Bild HobeDie Tatsache, dass der Weltraum allen gehört und nicht nur einem einzelnen Staat, ist für alle Staaten der Welt verbindlich. Ob es darüber hinaus noch weiteres Recht gibt? - Sicher.Stephan HobeProfessor für Luft- und Raumfahrtrecht an der Universität Köln 

Redaktion: Hannah Ziegler/Christoph Höland