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Immer mehr Frauen werden erst spät schwanger – ein Vorteil? Foto: Ich bin schwanger! CC BY-SA 2.0 | Thomas Pompernigg / flickr.com

Forschungsquartett | Je älter die Mutter, desto fitter die Kinder

Die Gnade der späten Geburt

Lange galten Schwangerschaften ab einem gewissen Alter als problematisch. Die Gefahr, dass es zu Komplikationen bei der Geburt oder zu Gendefekten kommt, steigt schließlich mit dem Alter. Eine neue Studie rät aber, das Kinderkriegen nach hinten zu verschieben. Später geborene Kinder hätten es leichter im Leben.

Eine neue Studie der London School of Economics und des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung bricht mit einer gängigen Gewissheit. Die Daten von über 1,5 Millionen Schwedinnen und Schweden, die zwischen 1960 und 1991 geboren worden sind, belegen: Je älter die Mutter bei der Geburt eines Kindes ist, desto erfolgreicher, gesünder und größer wird das Kind.

Später Mutter werden, heißt in einer anderen Gesellschaft Mutter werden

Dabei ist nicht entscheidend, wie alt die Eltern wirklich sind. Entscheidend ist, wann ein Kind geboren wird. Der Studie zu Folge ist es besser, wenn eine dreißigjährige Frau ihr Kind 1980 geboren hat, als wenn sie es im Jahr 1970 als Zwanzigjährige auf die Welt gebracht hat. Innerhalb der zehn Jahre haben sich nämlich Bildungschancen und allgemeiner Gesundheitszustand verbessert und das Kind wird, statistisch gesehen, beruflich erfolgreicher, körperlich fitter und größer.

Vorteile überwiegen die Nachteile

Individuelle Entwicklungen und eine möglicherweise größere finanzielle Sicherheit spielen dabei kaum eine Rolle. Die Studie kommt sogar zu dem Schluss, dass die Vorteile einer späten Schwangerschaft mögliche Nachteile und Risiken überwiegen.

Mikko Myrskylä - Direktor des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung

Direktor des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung
Die Lebenserwartung steigt ganz erheblich, die Bildungschancen nehmen zu und im Gegensatz zu den Schlagzeilen, die man manchmal liest, werden unsere Gesellschaften immer gesünder. Die Makroebene ist entscheidend.Mikko Myrskylä
Demographische Studie: Ätere Mütter, fittere Kinder 04:08

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