Forschungsquartett | An Bord der MS Wissenschaft

Meere und Ozeane – Auf Kurs in unbekannte Tiefen

02.06.2016

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft widmet sich dieses Jahr dem Thema "Meere und Ozeane". Auf dem Schiff soll erlebbar gemacht werden, was auf und unter der Meeresoberfläche vor sich geht. Dabei zeigt sich: Die Gewässer sagen einiges über uns Menschen aus.

Seit 2003 ist die MS Wissenschaft unter dem Motto des jeweiligen Wissenschaftsjahres unterwegs. Dieses Jahr heißt das Thema „Meere und Ozeane„. Im ehemaligen Frachtraum des Schiffes, das eigentlich MS Jenny heißt, sollen den Besuchern die unbekannten Tiefen der See nähergebracht werden.

Gewässer als Indikatoren des Klimawandels

Die Ausstellung auf der MS Wissenschaft verweist dabei an vielen Stellen auf den Einfluss des Menschen auf die See. Das Thema Überfischung wird zum Beispiel durch ein Spiel erfahrbar gemacht, bei dem die Spieler versuchen müssen, möglichst nachhaltig zu fischen. Mit einer Virtual-Reality-Brille wird gezeigt, welche Folgen das Dynamit-Fischen haben kann, und anhand von Plastikfischen wird verdeutlicht, wann ein Fisch gefangen werden darf und wann er eigentlich noch zu klein dafür ist.

Interaktive Karten machen erfahrbar, welchen Einfluss die Meeresströmungen auf das Klima haben und wie der Klimawandel die Meere beeinfusst. Aber auch Tiefsee und Küstenregionen werden thematisiert.

MS Wissenschaft: 20 Forschungsinstitute stellen aus

Vom Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven über das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde bis zum Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Florenz versammelt die Initiative Wissenschaft im Dialog 20 Aussteller im Schiff. Bis Anfang September 2016 ist das Schiff noch auf Tour. detektor.fm-Reporter Konstantin Kumpfmüller hat sich die Ausstellung schon mal angesehen.

Eröffnung der MS Wissenschaft 2016/17 Meere und OzeaneDie großen Probleme für die Meere sind, dass wir Menschen immer noch nicht gelernt haben, wie wir gesund und nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen.Prof. Dr. Antje Boetiusvom Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie.