Forschungsquartett | Neuer Operationssimulator

Simulator soll Operationsfehlern vorbeugen

31.07.2014

Wie können handwerkliche Fehler im Operationssaal reduziert werden? Das haben sich Wissenschaftler gefragt und deshalb einen lebensechten Operationssimulator entwickelt.

Die Operationssimulation schließt fast alle realen gegebenheiten ein. Foto: Rebecca Schweier, ISTT/HTWK Leipzig.

Jedes Jahr sterben mehr Menschen in Deutschland durch Fehler bei der ärztlichen Behandlung als bei Verkehrsunfällen. Um das zu ändern suchen Forscher die Fehlerquellen und wollen diese beheben. Medikationen und hygienische Standards werden immer wieder überdacht und angepasst. Außerdem sollen junge Chirurgen besser auf den Klinikalltag vorbereitet werden.

Seit 2010 arbeiten Leipziger Wissenschaftler der HTWK Leipzig an einen Operationssimulator für angehende Chirurgen. Sie sind weltweit die ersten, die einen lebensechten Operationssimulator für die Lendenwirbelsäule entwickelt haben. Der Torso ist von der Haut über die Knochen bis zum Blut nahezu so beschaffen wie ein menschlicher Körper.

Vor Kurzem ist damit das erste Operationstraining absolviert worden. detektor.fm Redakteurin Juliane Neubauer hat den Simulator genauer unter die Lupe genommen.

WernerKorbIch hoffe, es wird gang und gäbe, dass man ein oder zwei mal am Simulator geübt hat, bevor man am Patienten die erste Operation macht. Das ist unser Ziel.Werner KorbProfessor für Simulation und Ergonomie in der operativen Medizin & wissenschaftlicher Direktor von Innovative Surgical Training Technologies, HTWK Leipzig