Forschungsquartett | Technostress

Wie soziale Medien uns stressen

12.05.2016

Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. sorgen für Technostress. Woher dieser Stress kommt und wie er sich auswirkt, haben Wissenschaftler der Universität Bamberg untersucht.

Der Alltag vieler Menschen findet vor allem am Computer statt. Zur beruflichen Nutzung von IT kommt der private Gebrauch von sozialen Medien am Feierabend. In der Summe kann das schon mal zu viel werden. Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Müdigkeit und Bluthochdruck sind die Folgen. Kurz gesagt: Technostress.

Schweißausbrüche durch Technostress

In der Studie von Christian Maier, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Bamberg, wurde gemessen, in welchen Situationen Stress auftritt. Mit Fragebögen, Eye-Tracking und dem Messen von Handschweiß, einem eindeutigen Zeichen von Stress, hat er herausgefunden, dass übermäßige Nutzung von IT  zu gesundheitlichen Schäden führt und zu einem hohen Kostenfaktor für Unternehmen werden kann. Vor allem eine komplette Umstellung der Technologie in Unternehmen verursacht erhöhten Stress bis hin zu Burn-Out-Erscheinungen bei den Mitarbeitern.

Weniger ist mehr

Um negative Folgen zu vermeiden, sollen Unternehmen ihre Mitarbeiter schrittweise an neue Technologien heranführen. Was den privaten Bereich betrifft, gilt es auf Informationen und übermäßige Kommunikation zu verzichten. Zu viel digitale Kommunikation überfordert nämlich und verursacht Technostress.

Wie Technostress genau entsteht, das hat sich detektor.fm-Redakteur Konstantin Kumpfmüller von dem Bamberger Forscher Christian Maier erklären lassen.

Christian Maier | Universität BambergZur berulichen IT-Nutzung kommt die private Nutzung von sozialen Medien. Das Zuviel an Information überfordert das Gehirn und führt zu Stress. Christian MaierWirtschaftsinformatiker von der Universität Bamberg