Forschungsquartett | Was unser Lebensalter beeinflusst

Wie alt können wir werden?

08.11.2016

Dank immer besserer medizinischer Versorgung werden die Menschen immer älter. Doch gibt es irgendwann eine natürliche Altersgrenze? Zumindest sei die bislang nicht abzusehen, sagen Forscher vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung.

Das Alter und der Tod gehören zum Leben. Aber bitte so spät wie möglich. Wer möchte nicht gerne über 110 Jahre alt werden und damit zu den sogenannten Supercentenarians gehören? Mit einhundert Jahren noch Fahrrad fahren wie Jeanne Calment, der bislang älteste Mensch der Welt? Sich in 80 Jahren noch mit Freunden über ein Oasis-Konzert unterhalten? Vielleicht sogar noch zu dieser Musik tanzen?

Gibt es ein biologisches Ende ohne Krankheit?

Die Chancen auf ein hohes Lebensalter standen nie besser als heute – und vermutlich werden sie auch noch weiter steigen. Die durchschnittliche Lebensspanne wächst, immer mehr Krankheiten können geheilt werden. Und dann?

Was kommt nach den Krankheiten? Nähern wir uns unserer biologischen Grenze, dem Zelltod? Was ist das maximale Alter, auf das die Menschheit zusteuert? Auf diese Frage weiß die Biologie noch keine Antwort. Aber Statistiken zeigen: Noch nimmt nicht nur die durchschnittliche, sondern auch die maximale Lebenserwartung weiter zu.

Lebensalter: Hochgebildete leben länger

Was aber hilft, ein hohes Lebensalter zu erreichen? Die immer bessere medizinische Versorgung sicherlich. Aber darüber hinaus? Olivenöl? Knoblauch? Schokolade? Die Forscher vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) haben den Bildungsgrad als mögliches Kriterium für ein hohes Alter ausgemacht.

Warum Hochgebildete länger leben, darüber hat detektor.fm-Reporter Mike Sattler mit Domantas Jasilionis vom Max-Planck-Institut gesprochen.

Domantas Jasilionis vom Max-Planck-Institut für demografische ForschungForschungen mit den Daten vieler entwickelter Länder zeigen, dass Hochgebildete länger leben als die restliche Bevölkerung. Und ihr Vorsprung wächst sogar weiter an.Dr. Domantas Jasilionisforscht am Max-Planck-Institut für demografische Forschung.  

Redaktion: Mike Sattler