Play
Foto: Chris DELMAS / AFP
Bild: Chris Delmas | AFP

Fortschritt | Der Blaue Haken

Wie Musk Twitter auf den Kopf stellt

Seitdem Elon Musk Twitter gekauft hat, ist dort einiges passiert. Knapp die Hälfte der Angestellten wurden entlassen und Werbepartner distanzieren sich von der Plattform. Was bedeutet das für Twitter und welches Ziel verfolgt Musk mit seinen Entscheidungen?

Präsentiert von

Der Twitter-Deal

Um die Entscheidungen zu verstehen, die Musk gerade als neuer Twitter-Chef trifft, hilft es sich den Twitter-Deal noch einmal anzuschauen. Elon Musk hat Twitter für 44 Milliarden Dollar gekauft. Auch für den reichsten Mann der Welt nicht wenig Geld. 44 Milliarden Dollar sind ungefähr doppelt so viel, wie das Unternehmen wert war, bevor Musk angekündigt hat, dass er die Absicht hat Twitter zu kaufen.

Auch wenn das meiste Geld für den Deal aus seiner eigenen Tasche finanziert wurde, muss Twitter einen Teil der Kredite selber zurückzahlen. Das bedeutet für Twitter 1 Milliarde Dollar Zinsen im Jahr. Dazu kommt noch, dass Twitter schon vorher kein profitables Unternehmen war. Nach den chaotischen Entscheidungen springen dazu auch noch die Werbepartner ab, über die Twitter sich zu 90 Prozent finanziert hat.

Wo ist der Haken?

Kein Wunder also, dass Musk händeringend nach neuen Einnahmequellen sucht, um Twitter wieder profitabel zu machen. Eine Idee von Musk: Für 8 Dollar kann man sich den blauen Haken kaufen, der vorher nur Personen des öffentlichen Lebens vorbehalten war. Doch eigentlich war der blaue Haken ja dazu gedacht, prominente Accounts zu verifizieren. Wie sollen diese Accounts also jetzt verifiziert werden? Twitters Lösung: Ein zusätzlicher grauer Haken, mit dem Wort „official“ direkt daneben. Nur wenige Stunden nachdem der neue Haken eingeführt wurde, verschwand er allerdings direkt wieder.

Auch das Abo-Modell für den blauen Haken wurde nach nur ein paar Tagen wieder eingestellt. Der Grund: Mehrere Accounts haben Fake-Profile von Politikern und Firmen erstellt, die wegen des blauen Hakens täuschend echt aussahen. Die Posts dieser Accounts haben teilweise Aktienkurse zum Einstürzen gebracht. Twitter will die Funktion allerdings nur vorübergehend deaktivieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einführen. Dieser Tage ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten bei allem, was bei Twitter gerade so passiert.

In einer neuen Folge Fortschritt versuchen wir deshalb ein bisschen einzusortieren. Wie soll das neue Verifikationssystem auf Twitter funktionieren? Was bedeutet das für die Zukunft der Plattform und welches Ziel verfolgt Elon Musk mit seinen Entscheidungen als neuer Twitter-Chef? Darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle in einer neuen Folge Fortschritt mit detektor.fm-Redakteur Jonas Nikolic.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen