Fortschritt | Solarenergie erlebt einen neuen Hype

Solarzellen 2.0

21.09.2017

An der frischen Luft und trotzdem Strom dabei? Solar-Gadgets versprechen das zumindest. Können sie ihre Versprechen aber auch halten?

Solarenergie günstiger als Braunkohle

Solarenergie kostet derzeit in Deutschland zwischen acht und 16 Cent pro Kilowattstunde. Experten sagen aber, dass es mittlerweile Solaranlagen gibt, die Strom weitaus billiger produzieren können:

Der Skaleneffekt, also die Fertigung von Solarzellen im großen Maßstab, hat sich auf den Preis vollständig ausgewirkt und ermöglicht im Augenblick erste Solarkraftwerke, die Strom um die zwei Cent pro Kilowattstunde erzeugen können. Das ist billiger als Braunkohlestrom. – Jan Oliver Löfken, Physiker und Mitbegründer der Nachrichtenagentur Wissenschaft aktuell

Dennoch denken viele Menschen bei Solaranlagen nach wie vor nur an Photovoltaikanlagen auf Dächern oder auf großen Flächen. Diese sind meist blau schimmernd, sehr behäbig und klotzig als Silizium-Module. Es gibt aber auch schon andere Modelle und Varianten.

Neue Technik, neue Anwendungen

Eine der technischen Neuerungen sind organische Solarzellen. Die bestehen aus lichtaktiven Kunststoffen oder Farbstoffen und erreichen stetig steigende Wirkungsgrade. Sie sind zwar nicht so effektiv wie Silizium-Solarzellen, können aber deutlich günstiger hergestellt werden. Denn bei der Herstellung braucht es keinen Reinraum oder Vakuumkammern. Außerdem sind sie flexibel und sehr dünn. Bald könnte es also Kleidung aus Solarzellen geben. Es gibt aber bereits Gadgets, die diese Fähigkeiten jetzt schon ausnutzen.

Solarpower to go

Jede Menge Startups beschäftigen sich derzeit mit Solarenergie und deren Möglichkeiten für uns. Herausgekommen sind zum Beispiel Rucksäcke, Powerbanks und mobile Solarpanels zum Aufrollen. Es gibt sogar eine Solar-Brille, die neben ihrer eigentlichen Funktion auch Strom sammelt.

Aber wie gut funktionieren diese Gadgets und welche generellen Neuheiten gibt es bei der Solar-Technologie? Das hat detektor.fm-Redakteur Merten Waage gerausgefunden.


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