Frag Mutti | Was tun gegen Morgenmüdigkeit?

Nur noch einmal umdrehen ...

02.11.2016

Der Wecker klingelt und man kann gar nicht fassen, dass es schon Zeit ist. Draußen ist es noch zappenduster und überhaupt fühlt man sich viel zu müde, um aufzustehen. Wie schafft man es dennoch, munter in den Tag zu starten?

Es ist sieben Uhr in der Früh, der Wecker reißt einen unsanft aus dem Schlaf: Jeden Morgen ist es das gleiche Drama. Und jetzt, im dunklen November, fällt es den meisten noch schwerer, wach zu werden und dem warmen Bett den Rücken zu kehren.

Wach durch Kaffee?

Als bester Freund gilt vielen Deutschen der Kaffee, wenn sie gefühlt mitten in der Nacht aufstehen müssen. Knapp 150 Liter trinkt jeder Deutsche im Jahr, den Großteil davon wohl zum Frühstück. Das Problem dabei ist, dass sich der Körper schnell an das Koffein gewöhnt. Trinkt man regelmäßig und vor allem viel davon, verpufft die Wirkung – wach macht da höchstens noch der Placeboeffekt. Aber was hilft gegen die Morgenmüdigkeit, wenn nicht ein doppelter Espresso?

Matcha ist derzeit besonders beliebt, wenn es um Fit- und Wachmacher geht. Der asiatische Grüntee mag vielleicht Abwechslung auf den Frühstückstisch bringen, doch auch hier greift schnell der Gewöhnungseffekt. Wer trotzdem auf die Wirkung eines morgendlichen Heißgetränks nicht verzichten will, sollte zumindest regelmäßig routieren: mal Teein, mal Koffein, mal Guarana oder Mate.

Morgenmüdigkeit: raus aus dem Bett und rein in den Park?

Für einen besonderen Kick am Morgen kann außerdem Sport sorgen. Besonders in Kombination mit frischer Luft bewirkt Bewegung Wunder. Die kleine Joggingrunde hat jedoch auch einen Haken: Wer sich schon nicht motivieren kann, das Bett zu verlassen, wird wohl kaum in seine Laufschuhe schlüpfen und durch den Park sprinten. Man kann es aber auch etwas gemütlicher angehen, ein paar Kniebeugen beim Zähneputzen reichen völlig aus.

Wer es morgens schafft, für den ist Joggen ein prima Muntermacher. – Bernhard Finkbeiner von frag-mutti.de

Auch Tageslichtlampen können helfen, schneller wach zu werden. Die Lampen wecken einen nicht nur durch einen simulierten Sonnenaufgang im eigenen Schlafzimmer, sie regen auch die Vitamin-D-Produktion an. Der Energieträger ist gerade in den kalten Monaten wichtig, in denen es den Menschen schnell an Sonnenstrahlen mangelt. Allerdings haben solche Tageslichtlampen zwei Nachteile: Zum einen müssen sie regelmäßig verwendet werden, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. Zum anderen sind sie in ihrer Anschaffung recht teuer, mit 100 Euro sollte man schon rechnen.

Wie man auch kostengünstiger wach wird, hat Bernhard Finkbeiner von Frag-Mutti.de im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Javan Wenz erklärt.

Bernhard FinkbeinerDer Körper braucht einfach seine sieben bis acht Stunden Schlaf. Die sollte man ihm auch geben.Bernhard Finkbeinerkommt selbst ganz gut aus den Federn.