Frag Mutti | Was tun gegen Zecken?

Zeckenspray? Wodka hilft auch

11.05.2016

Die Gefahr lauert auf Wiesen, in Wäldern und sogar im eigenen Garten: Zecken. Anstatt sich nach jedem Spaziergang panisch abzusuchen, kann man schon durch eine einfache Vorsorge den Zeckenbiss verhindern. Bernhard Finkbeiner von frag-mutti.de erklärt, worauf es ankommt.

Kaum geht es mit dem Wetter bergauf, sind die kleinen Plagegeister wieder auf der Suche nach potenziellen Opfern. Die Rede ist natürlich von Zecken. Nicht nur im Fell unserer Haustiere kreuchen und fleuchen sie auf der Suche nach einem blutigen Schmaus. Auch uns Menschen erwischt es immer mal wieder.

Kleiner Biss, große Probleme

Die Zecke ist der Graf Dracula unter den Milben, einer Unterklasse der Spinnentiere. Besonders auf dem Rücken unserer Haustiere veranstalten die Blutsauger gerne ein Festessen. Dabei klingt „Ixodes ricinus“, wie der „Gemeine Holzbock“ mit wissenschaftlichem Namen heißt, gar nicht so furchteinflößend. Doch sie sollten nicht unterschätzt werden.

Denn die kleinen Plagegeister sehen zwar unscheinbar aus, können aber über ihren Speichel gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) übertragen. Im Süden Deutschlands soll stellenweise jede dritte Zecke mit Borrelien infiziert sein.

Was also tun? Den Garten einfach betonieren? Bernhard Finkbeiner von frag-mutti.de kann beruhigen.

Den besten und einfachsten Schutz bieten immer noch lange Kleidung und geschlossene Schuhe. – Bernhard Finkbeiner, frag-mutti.de

Ein tierisches Vorbild

Nicht nur lange Kleidung hilft gegen Zecken. Tatsächlich können wir uns in Sachen Schutz ein Beispiel an unseren Haustieren nehmen: Katzen mit ihrem ausgeprägten Hang zur Reinlichkeit schlecken sich die meisten Zecken aus ihrem Fell, bevor sie sich überhaupt „festbeißen“ können.

Für uns heißt das: Öfter mal einen Blick auf Arme und Beine werfen. Manchmal lässt sich dann eine Zecke noch schnell wegwischen, bevor sie sich festbeißen kann. Hat sich das Biest doch schon festgesaugt, hilft nur noch Spezialwerkzeug.

Zeckenkarte, Pinzette oder Zeckenzange – das funktioniert alles. Wichtig ist, dass man die Zecke langsam entfernt. – Bernhard Finkbeiner

Aber wie geht es weiter, nachdem wir den Quälgeist endlich entfernt haben? Zecken sind hart im Nehmen: Das Gefrierfach kann ihnen genauso wenig etwas anhaben wie der Abfluss.

Wie wir Zecken am besten den Garaus machen, erklärt Bernhard Finkbeiner von frag-mutti.de. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt verrät er, worauf es bei der Zeckenentfernung ankommt.

Bernhard FinkbeinerAm besten legt man die Zecke in etwas Hochprozentigem ein, ein guter Wodka zum Beispiel.Bernhard Finkbeinervon frag-mutti.de. Für ihn ist bei der Zeckenentfernung Fingerspitzengefühl gefragt. 

Redaktion: Anna-Lena Stumpf