Gartenradio | Der Vorgarten

Mutig ins Leben, liebevoll empfangen

05.11.2017

Hellgrau, steingrau und dunkelgrau - gepflastert oder mit Kies und Schotter zu gekippt, aus dem ab und zu ein trauriges Immergrün ragt. So sehen immer öfter gerade die Gärten aus, die einst als Visitenkarte des Hauses galten – die Vorgärten. Wo liegt das Problem?

Vorgarten

Gartenradio sonntags bei detektor.fm

Wir bei detektor.fm senden seit diesem Sommer sonntags ab 16 Uhr in unserem Wortstream das Gartenradio. Denn auch wir sind begeisterte Hörer der Geschichten rund um Schneeglöckchen, Gärten auf Mallorca oder Hochbeete. Natürlich gibt es das Gartenradio auch als Podcast – etwa bei Apple PodcastsDeezer oder Spotify.

„Rettet die Vorgärten“

„Der Vorgarten hat die Aufgabe, einen morgens mutig ins Leben zu entlassen und abends liebevoll zu empfangen“ Vita Sackville-West

Da hat die englische Gartenfachfrau Vita Sackville-West wohl an blühende Hortensien gedacht, an duftende Rosen oder leuchtenden Sonnenhut, an einen kleinen Apfelbaum vielleicht, der über einen Gartenzaun ragt. Wer durch öde Straßen geht, vor allem in Neubaugebieten, mag das als romantische Idee aus vergangenen Zeiten empfinden.

Doch es regt sich Widerstand. „Rettet die Vorgärten“, heißt die Aktion, die der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau ins Leben gerufen hat. Man will darauf aufmerksam machen, wie sehr diese Kieswüsten sich ausbreiten, und was das für Mensch und Natur bedeutet.

Auch viele engagierte Garten- und Landschaftsbauern versuchen gegen zu steuern. Einer davon ist Frank Schröder aus dem Bergischen Land. Er sagt:

„Wer zu mir kommt und einen Garten mit Steinen verlangt, bekommt ihn auch. Nur mit Pflanzen“

Heike Sicconi hat ihn in seinem eigenen Garten, auf seinem Ommerthalhof in Lindlar besucht und hat sich erklären lassen, wie man einen Garten anlegt, der nicht mehr als 20 Minuten Pflege im Jahr braucht und trotzdem ein ökologisch wertvoller Lebensraum für Mensch und Tier ist. Auf gartenradio.fm beleuchtet sie das Gärtnern von ganz verschiedenen Seiten – und ab sofort jeden Sonntag ab 16 Uhr auch auf detektor.fm.


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