Gibt es Leben auf Planet K2-18b?

Neue Hoffnung

In der Athmosphäre des Planeten K2-18b hat ein Forscherteam Wasserdampf entdeckt. Das könnte auf Leben hinweisen.

Leben im All

Sind wir alleine im Universum? Diese Frage stellt man sich vor allem, wenn man irgendeinen Science-Fiction-Film geschaut hat. Oder wenn man Wissenschaftler ist. Geforscht wird dazu viel. Immer mal wieder ist von Planeten die Rede, auf denen eventuell Leben existieren könnte.

Eine der Voraussetzungen dafür ist das Vorhandensein von Wasser. Und genau das wurde jetzt in der Atmosphäre eines fernen Planeten entdeckt. Um genau zu sein: Planet K2-18b. Der ist von einer Amosphäre umgeben, die Wasserdampf enthält. Die Temperaturen, die dort herrschen, ähneln denen auf der Erde. Und die chemische Zusammensetzung des Planeten könnte auf Umweltbedingungen hinweisen, die Leben ermöglichen. Aber für wen?

Komplizierter als gedacht

Eine zweite Erde ist der Planet auf jeden Fall nicht. Es gibt einige Faktoren, die das Überleben für Menschen dort schwierig gestalten. Unter anderem ist K2-18b einer Strahlung ausgesetzt, die für Menschen krebserregend ist. Sie geht von einem Stern aus, um den der Planet kreist. Abgesehen davon ist der Planet unglaublich weit entfernt.

Damit es dort wirklich richtig lebensfreundlich ist, muss noch sehr viel mehr dabei sein. Zum Beispiel hat unsere Erde eine schützende Ozonschicht, die sie vor der Strahlung der Sonne schützt. Das müsste dieser Planet auch haben. – Guido Thimm, Universität Heidelberg

Für die Forschung ist der Fund von K2-18b und dem Wasserstoff in seiner Atmosphäre dennoch ein Meilenstein.

Ist also Leben auf diesem Planeten gar nicht möglich? Darüber hat detektor.fm-Moderatorin Amelie Berboth mit Guido Thimm gesprochen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Heidelberg und forscht an der Fakultät für Physik und Astronomie.

Es ist durchaus denkbar, dass man Sonden dort hin schickt, die in vielen Jahrzehnten diesen Stern erreichen könnten und von dort eben Informationen schicken und sagen können, wie lebensfreundlich es dort überhaupt ist und ob es dort vielleicht sogar Leben gibt.Guido Thimmforscht an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg. 

Redaktion: Helen v. der Lancken