Green Radio | Meeresleuchten

Schön, aber bedenklich: Kleine Alge sorgt für großes Leuchten

26.02.2015

Das Wasser im Hafen von Hongkong leuchtet nachts tiefblau - solches Meeresleuchten kennt man auch von Nord- und Ostsee. Was steckt dahinter? Und ist das gespenstische Licht für Mensch und Tier gefährlich?

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt.+++


Geheimnisvolles Meeresleuchten

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt

In lauen Sommernächten an der Nord- oder der Ostsee funkelt es gelegentlich geheimnisvoll in der Tiefe des Meeres. Dieses Meeresleuchten fasziniert Küstenbewohner und Touristen gleichermaßen.

In China – genauer gesagt, im Hafen von Hongkong – flackert es aber nicht nur ein bisschen. Nein: Das Meerwasser leuchtet nachts flächendeckend tiefblau. Alles verursacht durch eine milimeter-kleine Alge: die Noctiluca sintillans.

Massive Umweltprobleme

Das Schauspiel deutet auf massive Umweltprobleme hin. Durch die weitverbreitete Verschmutzung von Flüssen mit landwirtschaftlichem Dünger und Essensresten finden die Algen große Nährstoffmengen vor. „Hongkong und das gesamte Perlfluss-Delta haben ein großes Abwasserproblem“, sagt David Baker vom Swire Institute of Marine Science in Hongkong.

Daraus resultiert auch das massenhafte Vorkommen der Algen. Ein Schaden für die Umwelt entsteht, weil der Sauerstoffgehalt im Wasser während der kurzen Lebenszeit der Algen zurückgeht.

Was es mit dieser Algenart genau auf sich hat und wo sie noch vorkommt, hat die Meeresbiologin Alexandra Kraberg vom Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland mit detektor.fm-Moderatorin Jennifer Stange besprochen.

alexandra kraberg green radio"Die Alge ist nicht giftig. Aber sie kann zu einem Fehlen von Sauerstoff im Meerwasser führen." Alexandra Krabergist Meeresbiologin am Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland 

Redaktion: Insa van den Berg

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