Green Radio | Verbot von Pestiziden: EU will Bienensterben stoppen

07.02.2013

Einige Pflanzenschutzmittel gelten seit Jahren als Gefahr für Bienen. Deshalb will die Europäische Kommission jetzt sogenannte Neonicotinoide verbieten. Ist das Problem des Bienensterbens damit gelöst?

Lecker Nektar: Biene im Anflug auf eine Borretsch-Pflanze. Foto: © Jens Koehler/dapd

In Zusammenarbeit mit dem UmweltbundesamtIn Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt 

Gesunde Bienenvölker sind für uns Menschen ziemlich wichtig. Denn sie versorgen uns ja nicht nur mit leckerem Honig. Etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt.

Umso bedrohlicher klingen Berichte über massenhaftes Bienensterben. Dieses Problem ist seit Jahren bekannt, in Amerika ist es noch weitaus mehr verbreitet als in Europa. Beunruhigend ist das auch deshalb, weil die Ursachen nicht immer ganz klar sind. Zu ihnen zählen bestimmte Pestizide – Pflanzenschutzmittel, die etwa Getreide vor Schädlingen schützen sollen, aber giftig für Bienen sind.

Präsident des Deutschen ImkerbundesPeter MaskePräsident des Deutschen Imkerbundes 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat jetzt für drei dieser Pestizide nachgewiesen, dass sie Bienen schädigen. Es geht um die sogenannten Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Diese Mittel sollen EU-weit verboten werden, zumindest für Pflanzen, die auch Bienen anlocken.

Ob damit das Problem „Bienensterben“ gelöst ist, darüber haben wir mit Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes gesprochen.

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