„Heimatplanet“ von Mr. Spock entdeckt

Ist das "Vulkan"?

20.09.2018

Forscher haben einen Planeten entdeckt, der um den Stern 40 Eridani A kreist. Dieser ist laut Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry der Heimatstern der Kultfigur Mr. Spock. Aber wie sieht seine Heimat aus?

Zu Lebzeiten hat Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star Trek, den Namen des Heimatsterns von Mr. Spock verraten. Stern 40 Eridani A. Um ihn sollte der Planet „Vulkan“ kreisen. Zum damaligen Zeitpunkt ist es der Wissenschaft aber noch nicht möglich gewesen, einen  Begleitplaneten des Sterns aufzuspüren.

Wie kam es zur Entdeckung?

Mittlerweile gibt es Methoden, mit denen man Planeten, die Sterne umkreisen, finden kann. Ein Hinweis ist unter anderem, das Taumeln eines Sternes im Weltraum. Denn das Taumeln wird durch die Anziehungskraft seines zugehörigen Planeten ausgelöst – und ist messbar. Auf diese Weise hat sich der neuentdeckte Planet, der als Supererde bezeichnet wird, bemerkbar gemacht.

Ist die Heimat von Mr. Spock bewohnbar?

Die neu entdeckte Supererde befindet sich im sogenannten „habitablen Bereich“. Das heißt, der Planet ist nah genug an der Sonne, um nicht gefroren, aber weit genug weg um keine Wüste zu sen. Der Heimatplanet von Spock ist etwa doppelt so groß wie die Erde. Außerdem hat er eine doppelt so starke Anziehungskraft.

Das heißt, man wird etwas dickere Beine brauchen, aber es ist nicht so prinzipiell vollkommen unmöglich auf so einem Planeten herumzulaufen. – Hubert Klahr, Max-Planck-Institut für Astronomie

Wie haben die Forscher herausgefunden, wie Mr. Spocks Heimat in Wirklichkeit beschaffen ist? Darüber hat detektor.fm-Moderatorin Eva Morlang mit Hubert Klahr vom Max-Planck-Institut für Astronomie gesprochen.

Prof. Dr. Hubert KlahrWir freuen uns ja immer wieder, wenn wir neue Planeten finden und wenn das nicht Planeten sind wie unsere Gasplaneten in unserem Sonnensystem, bei denen wir uns kein Leben vorstellen können, sondern wenn es Planeten sind, die uns ungefähr etwas ähnlich sind.Professor Dr. Hubert Klahrüber die Entdeckung der neuen Supererde 

Redaktion: Irma Klundt