VWL-Studenten organisieren internationalen Protest

Studenten fordern eine andere Wirtschaftslehre

05.05.2014

Das Wirtschaftsstudium ist einseitig und hat zur Krise beigetragen – das sagen zumindest kritische Studierende. Jetzt haben sie sich zum internationalen Protest zusammengeschlossen und wollen die Lehre verändern.

Die Studenten wünschen sich mehr Vielfalt bei Theorien und Methoden. Foto: Marcus Sümnick | flickr.com | CC BY-SA 2.0

sieht einen großen Unterschied zwischen ökonomischer Lehre und Realität. Foto: © Franziska Müller."Modelle, von denen man heute weiß, dass sie nicht zutreffen und dass man sie nicht mehr benutzen sollte, werden weiterhin in ihren Standardformen gelehrt. Wer heute noch mit gutem Gewissen in den Einführungsveranstaltungen vom "Allgemeinen Gleichgewicht" predigen kann, der lässt das, was in der Wirtschaft passiert, völlig außer Acht."Lena Kaisersieht einen großen Unterschied zwischen ökonomischer Lehre und Realität. Foto: © Franziska Müller. 

Etablierte Professoren unterstützen den Aufruf der Studenten. Auch der französische Autor Thomas Piketty hat ihn unterzeichnet und schreibt in seinem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, dass Wirtschaftswissenschaftler zu sehr an mathematische Modelle glauben. Dabei ließen sie die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft außer Acht.

Über die Probleme in der Lehre und den Protest der Studierenden haben wir mit Lena Kaiser gesprochen. Sie ist Mitglied im Netzwerk Plurale Ökonomik.