Play
Foto: agsandrew. / Shutterstock.
Bild: agsandrew | shutterstock.com

Spektrum-Podcast | Elementarteilchen, Atommüll, Evolution

Auf der Jagd nach der fünften Kraft

Auf der Spur eines neuen Elementarteilchens, die Suche nach einem Endlager für Atommüll und der Aufstieg der Tiere: das sind die Themen des neuen Spektrum-Podcasts.

Elementarteilchen: die Nadel im Heuhaufen

Sie sind die Grundbausteine des Lebens: Elementarteilchen. Dabei handelt es sich um unteilbare, subatomare Teilchen. Wer ein neues entdeckt, erntet Ruhm und Ehre in der Wissenschaft. Forscherinnen und Forscher in einem kleinen Labor in Ungarn haben sich dieser Suche verschrieben und Jahrzehnte ihres Lebens damit verbracht. Nun sind einige überzeugt: Wir sind einem unbekannten Elementarteilchen auf der Spur.

Das ist die Königsdisziplin der Physik. Da geht es um das Grundlegenste überhaupt. Das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das ist bedeutungsaufgeladen ohne Ende. Wer ein neues Elementarteilchen entdeckt, bekommt auf jeden Fall den Nobelpreis am Ende.

Robert Gast

Robert Gast

Doch viele Physikerinnen und Physiker bleiben skeptisch. Und auch Spektrum-Redakteur Robert Gast, der das Labor in Debrecen im Nordosten Ungarns besucht hat, ist nicht überzeugt. Er erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer, warum er die Forschung dort dennoch für spannend und wichtig hält.

Atommüll: ein Lager für eine Million Jahre

Wohin mit all den radioaktiven Abfällen? Diese Frage beschäftigt die Welt seit Jahrzehnten. Auch in Deutschland hat es schon viele Pläne für ein Endlager gegeben, die wieder verworfen wurden. Am Mont Terri, einem kleinen Berg in der Schweiz, forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachdisziplinen am idealen Lagerplatz für Atommüll.

Das Labor ist mitten in dem Berg drin und es ist überraschenderweise recht geräumig. Man kann aufrecht gehen, hat Platz. Dann sieht man überall Maschinen, Kabel, Computer und Leute, die dort Experimente machen.

Verena Tang

Verena Tang

Spektrum-Redakteurin Verena Tang hat das unterirdische Labor besucht und berichtet von der Forschung dort. Von besonderem Interesse ist beispielsweise ein unscheinbares Gestein, das sogenannte Opalinuston. Dies hat einige Eigenschaften, die es für die Endlagersuche interessant machen.

Evolution: Der Aufstieg der Tiere

Forscherinnen und Forscher haben lange Zeit angenommen, die ersten komplexen Tiere seien relativ plötzlich entstanden, nämlich während der kambrischen Explosion vor rund 541 Millionen Jahren. Neue Fossilienfunde deuten aber daraufhin, dass der Aufstieg der Tiere wohl weniger plötzlich passierte.

Vorher gab es wahrscheinlich einfach viele Tiere, die noch keine Hartteile wie Skelette oder Schalen hatten, und so weniger Fossilien hinterlassen haben. Das heißt aber nicht, dass es vorher nicht auch schon viele Tiere gab.

Frank Schubert

Frank Schubert

Spektrum-Redakteur Frank Schubert erklärt im Podcast, wie die diese frühen Tierarten ausgesehen haben.