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Bild: Warpaint | shutterstock.com

Spektrum-Podcast | Flugsaurier, Pluto, Europas erste Städte

Herrscher des Urzeithimmels

Wie Flugsaurier trotz ihrer Größe fliegen konnten, was der Pluto uns über das Weltall verrät und wie Europas womöglich erste Metropolen aussahen – das sind die Themen im neuen Spektrum-Podcast.

Wie konnten Flugsaurier fliegen?

Flugsaurier (oder: Pterosaurier) waren eigentümliche Gestalten: riesige Köpfe und verhältnismäßig winzige Körper, dafür teilweise ein Gewicht von rund 300 Kilogramm. Körper und Hals machten zudem teilweise 70 Prozent der Körpergröße aus. Heutige Vögel könnten mit solchen Ausmaßen niemals fliegen. Warum es die Flugsaurier konnten, das zeigen neue Fossilienfunde der letzten Jahre.

Ein Vorteil der Pterosaurier war es zum Beispiel, dass sie sich mit ihren vier Gliedmaßen regelrecht in die Luft katapultieren konnten.

Andreas Jahn

Andreas Jahn

Später bekamen die einst unangefochtenen Herrscher der Lüfte Konkurrenz von den Vorfahren unserer heutigen Vögel. Spektrum-Redakteur Andreas Jahn erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer, warum die Flugsaurier ausstarben, als der Asteroid die Erde traf, die Vögel aber überlebten.

Die dunkle Seite des Pluto

2006 hat die NASA eine Raumsonde in Richtung Pluto geschickt: New Horizons sollte Fotos machen vom Zwergplaneten ganz am Rande unseres Sonnensystems. Zehn Jahre brauchte die Sonde, bis sie den Pluto erreicht hatte, und die Fotos von dieser Mission werden noch immer ausgewertet.

Es gibt dort eine riesige, herzförmige Eiswüste. Es gibt hohe Berge, wahrscheinlich aus gefrorenem Stickstoff, tiefe Täler und klingenförmige Bergrücken. Also eine ganz vielseitige und dynamische Welt, auf der sich wohl bis heute noch viel verändert.

Robert Gast

Robert Gast

Jetzt widmen sich Forscherinnen und Forscher der Seite des Zwergplaneten, die der Sonne abgewandt war, als die Sonde dort vorbeiflog. Die Fotos sind also etwas schlechter, liefern aber dennoch spannende neue Erkenntnisse, erklärt Spektrum-Redakteur Robert Gast.

Europas erste Metropolen

Vor 6 000 Jahren gab es eigentlich noch keine großen Städte in Europa. Doch Archäologen fanden in der Ukraine die Überreste von regelrechten Ballungsgebieten: Städte mit mehreren tausend Einwohnern, die fast aussehen, als seien sie auf dem Reißbrett entworfen worden inklusive Mülldeponien und Gemeinschaftshäusern.

Wegen dieser Struktur der Siedlungen vermuten die Forscherinnen und Forscher, dass die Bewohner in ihren Vierteln eine Art Verwaltung geschaffen hatten und dass nur so dieses Zusammenleben organisiert werden konnte.

Karin Schlott

Karin Schlott

Was das über die Kultur der Menschen verrät, erklärt Spektrum-Redakteurin Karin Schlott. Sie zeigt auch auf, was die Gründe dafür sein könnten, dass diese frühe Stadtkultur nach nur rund 200 Jahren wieder untergegangen ist. Denn die Siedlungen wurden allesamt niedergebrannt, wie Untersuchungen gezeigt haben.