Play
shutterstock_Benjavisa Ruangvaree Art
Bild: Benjavisa Ruangvaree Art | shutterstock.com

Stimm Dich | Sprechen

„Wir haben Verantwortung mit der Art, wie wir sprechen“

Wenn wir sprechen, wollen wir, dass beim Gegenüber eine Botschaft ankommt. Doch oft kommt etwas ganz anderes rüber, als wir intendiert haben. Woran das liegt und wie Kommunikation besser gelingen kann, besprechen wir in der neuen Folge von „Stimm Dich“.

Präsentiert von

Der Podcast „Stimm dich“ wird präsentiert von isla med voice – Fürsorge für Hals und Stimme. Mehr Infos unter isla.de.

In dieser Folge von „Stimm Dich“ geht es um die Grundlagen des Sprechens, und damit generell um Grundlagen der Kommunikation.

Was von unserem Gesagten beim Gegenüber ankommt, wird maßgeblich dadurch beeinflusst, wie wir sprechen. Unsere Sprechweise setzt sich zusammen aus Melodie, Tempo, Intonation und Dynamik, also Lautstärke.

Jeder von uns hat mehrere unterschiedliche Sprechweisen abrufbar, die wir je nach Situation einsetzen. Schon von früher Kindheit an lernen wir, wie Personen in unterschiedlichen Situationen und unterschiedlichen Rollen jeweils anders sprechen. So spricht etwa eine Ärztin mit einem Patienten anders als mit ihren Kolleginnen, mit ihren Kindern oder einer Freundin.

An die jeweiligen Rollen, die wir erfüllen, gibt es unterschiedliche Erwartungen. Diesem Feld widmet sich die Sprechwissenschaft, im Unterschied zu Sprachwissenschaften.

Diese Stimmmuster, die von früher Kindheit angelegt werden, gehören nicht nur zur Sprachkultur, sondern auch zu uns. Wenn sie mit dem Inhalt kollidieren, dann kommt es zu Missverständnissen und Dissonanzen.

Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann, Sprechwissenschaftlerin

Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann, SprechwissenschaftlerinFoto: Markus Scholz

Auch je nach Geschlecht werden unterschiedliche Sprechweisen gelernt und erwartet. Wie sich das ausprägt, und wann die Muster auch aufgebrochen werden, erklärt Wissenschaftlerin Susanne Voigt-Zimmermann im Podcast.

Auch Frauen haben Stimmbruch

Doch natürlich gibt es auch rein physiologische Unterschiede, die unsere Sprechstimme ausmachen. Hormone haben einen starken Einfluss darauf. Im Stimmbruch bei Jungen ist das gut hörbar, doch auch bei Mädchen und Frauen bewirken die Hormone Veränderungen. Und zwar ein Leben lang.

Sprechen mit Geräten

Große gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen ebenfalls die Art, wie wir sprechen. So übertragen sich etwa Sprechweisen aus dem Amerikanischen ins Deutsche, wenn viele Menschen Serien und Filme im Original schauen.

Und was ändert sich, wenn wir immer mehr Sprachnachrichten schicken und Alexa und Co. Anweisungen geben? Diesen Fragen widmen sich detektor.fm-Redakteurin Eva Morlang und Logopäde Alexander Kunze in der aktuellen Podcast-Folge. Außerdem gibt es wieder konkrete Tipps von der Expertin und eine praktische Übung zum Mitmachen.