Verbraucherschutz: Kein Grün für die Lebensmittelampel

03.07.2013

Die Farben Rot, Gelb und Grün auf Lebensmitteln sollen dem Verbraucher auf den ersten Blick signalisieren: Das ist gesund und das nicht. In Großbritannien gibt es das Prinzip schon seit Jahren. In Deutschland nicht. Doch warum eigentlich nicht?

In Großbritannien werden schon seit Jahren die Nährwerte in Lebensmitteln durch Farben gekennzeichnet. Foto: © foodwatch

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist wichtig. Doch oft ist es gar nicht so einfach herauszufinden, welche Lebensmittel wirklich gesund sind und welche eher nicht.

Drei Farben für Nährwerte

In Großbritannien ist 2004 ein einfaches Prinzip eingeführt worden, um gesunde Ernährung leichter zu machen: Eine Ampelkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen. Die Farben Rot, Gelb und Grün signalisieren, welche Mengen von gesundheitsrelevanten Nährstoffen wie Fett, Zucker oder Salz in den Lebensmitteln enthalten sind. Die Verbraucher sollen so durch die Farben auf der Verpackung schon im Laden eine erste Orientierung bekommen.

Keine Ampel für Deutschland

arbeitet beim Verein foodwatch.Andreas Winklerarbeitet beim Verein foodwatch. 

In Deutschland wird die Lebensmittelampel seit Jahren abgelehnt. Laut Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner würde „eine Markierung von Inhaltsstoffen mit den Farben Rot, Gelb und Grün den Verbrauchern die Orientierung nicht gerade erleichtern.“

Andreas Winkler von foodwatch sieht aber durchaus positive Aspekte an der Lebensmittelampel. Welche das sind, hat er uns im Interview erklärt.

Die Industrie hat natürlich kein Interesse daran, dass Verbraucher auf den ersten Blick erkennen, was in den Lebensmitteln drin ist. – Andreas Winkler, foodwatch