Sicher durch den Wespen-Sommer?

Population auf Rekordhoch

02.08.2018

Wer ruhig bleibt, braucht keine Angst vor Wespen zu haben. Denn dieses Jahr kann man den Insekten kaum aus dem Weg gehen. Trockenheit und Wärme führen zu einer erhöhten Population. Steigt die Wespenzahl durch den Klimawandel weiter an?

Die Gewinner des Sommers: Wespen

Wer in diesem Sommer häufig draußen ist, muss sich vorsehen. Denn durch das milde Frühjahrswetter und die anhaltende trockene Sommerhitze gibt es mehr Wespen als sonst. Experten sprechen schon jetzt von einem Rekord. Das kann man gerade in der Grillsaison beobachten, wie Dirk Jansen vom BUND erklärt.

Sie brauchen zum Anfüttern der Larven Fleisch. Deswegen sind die Tiere unterwegs als Vertilger von Unmengen Insekten, die uns sonst lästigfallen, aber sie suchen dann auch gerne die Grillabende und tauchen bei der Grillwurst auf. – Dirk Jansen, BUND Nordrhein-Westfalen

Dabei haben die zwei lästigen Arten, Deutsche und Gemeine Wespe, erst im Laufe des Augusts ihre Hochzeit. Im September stirbt dann der Wespen-Staat aus. Nur die befruchteten Weibchen überwintern. Im nächsten Jahr können sie dann einen neuen Wespen-Staat bilden.

Ruhe bewahren

Für die meisten Menschen sind Wespenstiche ungefährlich. Nur für Menschen, die allergisch reagieren, können Wespenstiche bedrohlich werden. Allergiker dürfen deshalb auch Wespen töten. Für alle anderen stehen die Insekten unter Naturschutz. Sie zu vernichten, wird im schlimmsten Fall mit einem vier- bis fünfstelligen Bußgeld belangt. Wer sich vor ihnen schützen möchte, sollte deswegen vor allem Ruhe bewahren. Die Insekten nehmen nämlich schnelle Bewegungen und das Kohlendioxid im menschlichen Atem als Alarmsignal war. Haushaltsmittel können wiederum helfen, um die Tiere zu vertreiben.

Man kann auch ein Ersatzangebot schaffen, indem man entfernt von der Kaffee-Tafel einen überreifen oder verfaulten Apfel platziert, so dass die Wespe abgelenkt wird. – Dirk Jansen

Ob die Wespen-Population durch den Klimawandel weiter ansteigt und wie sehr Haushaltsmitteln helfen, hat detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert mit Dirk Jansen vom BUND Nordrhein-Westfalen besprochen.

Redaktion: Yannic Walther

Dirk_JansenWespen sind grundsätzlich nicht aggresiv, nur zwei der Wespenarten können lästig werden. Aber meistens nur dann, wenn sie gestört werden. Dirk Jansenist Geschäftsleiter Umwelt- und Naturschutzpolitik beim BUND in Nordrhein-Westfalen.