Militär auf Sparflamme? – Experte vom SIPRI-Institut (Stockholm)

09.03.2010

In den letzten Wochen haben sich die Meldungen gehäuft, in denen von Kürzungen im Militärhaushalt die Rede ist. Sind das alles Auswirkungen der Finanzkrise oder stecken da womöglich langfristige Strategien dahinter? Das fragen wir Sam Perlo-Freeman vom schwedischen SIPRI Institut.

Experte für Rüstungsausgaben am SIPRI InstitutSam Perlo-FreemanExperte für Rüstungsausgaben am SIPRI Institut 

Der Gürtel wird enger geschnallt: Die Briten wollen massiv an ihren Militärausgaben kürzen. In Zukunft soll es beispielsweise nicht mehr so viele Flugzeugträger unter britischer Flagge geben. Die US-Amerikaner wollen künftig von ihrer bisherigen Strategie abkehren und nicht mehr für zwei große parallele Kriege gewappnet sein. Dafür wollen sie aber mehrere kleine Konflikte bestreiten können. Schließlich wächst das chinesische Rüstungsbudget erstmals seit zwanzig Jahren geringer als im Vergleich zum Vorjahr. Woher kommt der Sinneswandel?

Zur Beantwortung haben wir mit Sam Perlo-Freeman gesprochen, er ist einer der weltweit führenden Experten am renommierten SIPRI Institut. Das SIPRI-Institut beobachtet die globalen Militärausgaben und schätzt diese ein.