Mikrokontrolle | WLAN-Radio und ownCloud mit Raspberry Pi

Wolkig im Schlafzimmer

02.06.2017

In Folge 4 unseres Mini-Computer-Podcasts lässt Thibaud sich beraten, wie er sich am besten ein WLAN-Radio baut und wie er seine Daten in der eigenen Cloud ablegt, beides mit einem Raspberry Pi.

Mikrokontrolle – lernen mit Minicomputern. Ein detektor.fm-Podcast – unterstützt von der Deutsche Telekom Stiftung


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Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt den Podcast.

Warum fertig kaufen, wenn es auch selbst gemacht geht? Wenn Sie auf diese Frage mit „Weil es geht“ antworten, könnten Sie ein Geek sein.

Es gibt kaum ein digitales Spielzeug, dass man nicht sauber programmiert und schick verpackt kaufen kann. Es gibt aber auch kaum ein Gerät, das man nicht selbst programmieren kann, wenn man denn will. Dass man damit den Verpackungsmüll vermeidet, ist nur ein Nebeneffekt.

Als Geek ist jedes Projekt ein Lernprojekt. Beim Coden lernt man einfach mehr als beim Auspacken und Anschließen. Aber klar ist auch: Das eigene Produkt ist am Ende besser als jede Fertiglösung, denn es ist genau auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten.

mikrokontolle-matthias-andraschDa schlägt mein kleines Programmiererherz ein bisschen höher. Das könnte ich mir eigentlich auch selbst irgendwie zusammenbasteln.Matthias Andraschhört beim morgendlichen Kaffeetrinken den detektor.fm-Musikstream mit seinem selbst programmierten Radio-Katze. 

WLAN-Radio mit Raspberry Pi selbst bauen

Das einfachste Raspberry-Pi-Radio ist unschlagbar günstig, denn man braucht dafür nur einen Raspberry Pi und beliebige Boxen. Steuern kann man die Radiowiedergabe dann über ein beliebiges anderes Gerät im Heimnetzwerk.

  • Matthias’ Wlan-Radio. Funfact: Selbst das Einpassen des Raspberry Pi ins Gehäuse war bei ihm Bastelarbeit. Da schlägt das Geekherz höher. (Foto: Matthias Andrasch)
  • Einen Schönheitspreis gewinnt dieser WLAN-Radiowecker nicht. Dafür ist er selbstgebaut. Foto: Thibaud Schremser | detektor.fm
  • Ein Plastikgehäuse ist eigentlich gar nicht nötig. Hier ein nackter, zugestaubter Raspberry Pi aus dem Flurschrank,
  • Über dieses Webinterface steuert Matthias sein Wlan-Radio – das Katzenbild macht den Hörgenuss komplett. (Screenshot: Matthias Andrasch)

Nicht jede Zeile Code muss man selbst schreiben. Es gibt unzählige Abstufungen zwischen dem Kauf eines fertigen Produkts und einer komplett selbstprogrammierten Anwendung. Häufig gibt es Open-Source-Software, die zumindest Teile der gewünschten Funktionalität bereithält.

Cloud in der eigenen Wohnung

Bei Software-Projekten wie ownCloud muss man meistens gar nichts mehr programmieren, sondern nur einrichten. Diese umfangreiche Software ermöglicht es, seine eigene, unabhängige, Dropbox-artige Cloud zu betreiben – entweder auf einem gemieteten Server in einem Rechenzentrum oder auf dem Mini-Computer zu Hause.

In der letzten Mikrokontrolle-Folge hat Thibaud Schremser seinen Raspberry Pi als Radiowecker programmiert. Ob er ihn auch wirklich geweckt hat, verrät er nun in Folge 4.


Mikrokontrolle gibt es als Podcast. Alle Episoden direkt bei Apple Podcast, Deezer oder Spotify hören.


Mit Musik von Chris Zabriskie: Mario Bava Sleeps In a Little Longer Than He Expected To und I Am Running with Temporary Success from a Monstrous Vacuum in Pursuit, lizensiert unter CC BY und einem Katzenbild von MatthRomeo, lizensiert unter CC0.