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Ein US-Soldat hilft einer älteren Frau durch die zerbombte Stadt Caen. Symbolbild. Foto: AFP
Bild: Ein US-Soldat hilft einer älteren Frau durch die zerbombte Stadt Caen. Foto: AFP | Symbolbild

Grundgesetz-Podcast | Geflüchtete und Vertriebene

Auf der Suche

Geflüchtete und Vertrieben suchen nach dem Krieg ein neues Zuhause in der jungen Bundesrepublik. Welche Vorkehrungen haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes getroffen?

Der Krieg ist vorbei, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sie werden aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reichs vertrieben und machen sich auf den Weg, um in Deutschland ein neues Zuhause zu suchen.

Kein Platz für Vertriebene

Das Image der Vertriebenen ist damals schlecht, viele Deutsche stehen ihnen ablehnend gegenüber. Rassismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft.

Dieses Verklumpen von Schuld und Scham und wer ist jetzt eigentlich gut und böse, das ist so hochkomplex und so emotional aufgeladen. – Hajo Schumacher, Journalist

Da viele Geflüchtete ohne viel Gepäck, von der langen Reise geschwächt und verschmutzt in den Städten und vor allem auch auf dem Land ankommen, fühlen sich viele Anwohner in ihren Vorurteilen bestätigt.

Die Verteilung der Bürgerinnen und Bürger ist schwierig, die Großstädte liegen zum Teil noch in Schutt in Asche, deswegen werden die Menschen auf die ländlichen Regionen verteilt. Wo vor dem Krieg wenige Hunderte gelebt haben, leben plötzlich doppelt, dreimal, viermal so viele Menschen. Mancherorts muss selbst der private Wohnraum bereitgestellt werden, um Obdach zu bieten.

Rassismus weit verbreitet

Das Grundgesetz sieht eine Regelung für Vertriebene und Geflüchtete vor. Was hat man 1949 in die Verfassung geschrieben? Der freie Journalist Hajo Schumacher und detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz blicken zurück auf ein Stück deutsche Geschichte.