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Für die freie Radfahrt setzt sich diese Woche die Polizei in Berlin ein. Foto: Aleksandrs Gusevs | Shutterstock
Bild: Aleksandrs Gusevs | Shutterstock

Stadtgespräch | „Aktionswoche Verkehrssicherheit“ in Berlin

„Rücksichtslos und gefährlich“

Diese Woche findet in Berlin die Aktionswoche Verkehrssicherheit statt. Damit will die Berliner Polizei vor allem die Situation von Radfahrern verbessern. Im Fokus der Behörden: falsch parkende Autos auf Radwegen und in zweiter Reihe.

Aktionswoche gegen den Slalom durch die Stadt

Casey Neistat hat in einem YouTube-Klassiker eindrucksvoll vorgeführt, wie risikoreich und nervig Fahrradfahren durch falschparkende Autos wird. Auch die Berliner Polizei kämpft seit mehreren Jahren gegen das Problem an. Gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben hat die Polizei die „Aktionswoche Verkehrssicherheit“ ins Leben gerufen. Während der Woche sollen erhöhte Kontrollen gegen parkende und haltende Autos auf Fahrrad- und Busspuren oder in zweiter Reihe erfolgen.

Steigerung der Verkehrssicherheit

Die Berliner Polizei erhofft sich durch die Kontrollen eine verbesserte Verkehrssicherheit und will mit der Aktionswoche für mehr Verständnis, Miteinander und Rücksichtnahme im Straßenverkehr werben. In Gesprächen sollen falsch parkende Autofahrerinnen und Autofahrer für ihr rücksichtsloses Verhalten sensibilisiert werden. Dies sei notwendig, weil Falschparken meist als Kavaliersdelikt angesehen werde.

Wer in zweiter Reihe parkt, behindert fast automatisch den fließenden Verkehr. […] Das ist besonders rücksichtslos und gefährlich, weil insbesondere Radfahrer gezwungen sind, ihren eigenen Weg zu verlassen, und damit natürlich erheblichen Behinderungen und Gefährdungen ausgesetzt sind. – Rainer Paetsch, Hauptkomissar für Verkehrssicherheit

Hoffen auf Lerneffekt

Bei einer ähnlichen Aktion im Frühjahr sind fast 6 500 Halt- und Parkverstöße aufgenommen und geahndet worden. In knapp 300 Fällen wurden Autos zur Gefahrenabwehr umgesetzt. Berlins Innensenator Andreas Geisel befürwortet die Aktion. „Ich wünsche mir auch einen Lerneffekt bei den Verursachern – ganz im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die Straße gehört schließlich nicht einem alleine“, sagt Geisel in einer Presseerklärung der Berliner Polizei.

Über die „Aktionswoche Verkehrssicherheit“, die diese Woche in Berlin stattfindet, hat detektor.fm-Moderatorin Marie Landes mit Hauptkomissar Rainer Paetsch gesprochen.

Rainer Paetsch - ist Polizeihauptkommissar für Verkehrsüberwachung in Berlin.

ist Polizeihauptkommissar für Verkehrsüberwachung in Berlin.
Würde keine polizeiliche Verkehrsüberwachung stattfinden, wäre hier Tür und Tor göffnet für Anarchie auf den Straßen.Rainer Paetsch

Redaktion: Clara Schulze


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