N99 | Andrian Kreye über Rechte, Frauen und Asien

"Es gibt viel weniger Partys"

14.10.2018

Andrian Kreye ist für seine feinen Analysen und wortgewandten Texte bekannt. Im Interview schildert er seine Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse.

Andrian Kreye, der Wortkünstler

Andrian Kreye ist ein Künstler des Wortes. Begonnen hat seine Karriere als Journalist im Jahre 1982. Und in den mittlerweile fast 40 Jahren Berufserfahrung hat er schon für so manches rennomierte Medium gearbeitet, unter anderem für die FAZ. Seit nunmehr 18 Jahren aber schreibt er für die Süddeutsche Zeitung. Dort wird er für seine feinen Analysen und wortgewandten Texte geschätzt. Seit 2007 ist Andrian Kreye in München auch für das Feuilleton verantwortlich.

Zu Gast auf der Buchmesse

Der Münchener Kulturjournalist hat 2018 eine sehr ruhige Messe erlebt. Ein Grund dafür ist, dass die rechten Verlage nicht so großen Raum in der Debatte eingenommen haben, wie sie es sich vielleicht gewünscht hätten. Andere Themen hatten dafür vielmehr Raum. Dazu gehört zum einen das Thema China, das sich auf der Shortlist des deutschen Buchpreises wiederfand und Künstliche Intelligenz. Vom Gastland Georgien hat er allerdings weniger mitbekommen. Viel wichtiger war die Neubesetzung des Rowohlt Verlages. Für die erfolgreiche Barbara Laugwitz übernimmt der bekannte Herausgeber Florian Illies und präsentierte ein fragwürdiges Buch, in dem Rudolf Borchert von seinen Bordellbesuchen erzählt.

Meine Kollegin hat es so beschrieben, dass sich sehr viele Herren zu einem klassischen Herrenbuch beglückwünschten. Das wäre dann doch sehr seltsam, wenn man sich gerade darüber ärgert, dass eine großartige Verlegerin gehen musste. – Andrian Kreye

Mit detektor.fm-Moderatorin Isabel Woop spricht Andrian Kreye über seine Highlights der Frankfurter Buchmesse.


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