Hallo, liebe Film- und Serienfans! Es ist Freitag, der 16. Januar. Willkommen zu eurem täglichen Streaming-Tipp. Berühmte Eltern zu haben, ist wahrscheinlich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits genießt man sicherlich Vorteile; die Eltern haben viele Connections, man wird bevorzugt behandelt. Andererseits kann die ständige Aufmerksamkeit von außen natürlich auch sehr belastend sein. Die Schauspielerin und Filmemacherin Mariska Hagitay ist die Tochter der Schauspielerin Jane Mansfield. Als Mansfield gestorben ist, war Hagitay erst drei Jahre alt. In der Dokumentation „Meine Mutter Jane Mansfield“ versucht sie, den Menschen Jane hinter dem Sexsymbol-Image besser kennenzulernen. In den 1950er und 60ern war Jane Mansfield die meistfotografierte Frau des Showbusiness und damit vermutlich auch der Welt. Mansfield kultivierte das Image der sexy blonden Bombshell mit großen Brüsten und wurde damit quasi über Nacht ein Star. Im Februar 1955 war sie Playmate des Monats im Playboy. Sie trug oft großzügig ausgeschnittene Kleider oder hielt Pressekonferenzen in der Badewanne ab. Berühmt wurde etwa das Foto von der Hollywood-Begrüßungsparty für Sophia Loren 1957. Darauf sitzt Loren neben Mansfield und blickt irritiert auf den Ausschnitt ihrer Tischnachbarin. Aber Mansfield war auch ein Familienmensch; sie hatte insgesamt fünf Kinder und spielte mehrere Instrumente. Ihre Tochter Mariska Hagitay war noch sehr jung, als Mansfield starb. Hagitay kannte ihre Mutter deshalb nur aus Fotos und Presseauftritten. Sie selbst spielt seit vielen Jahren die Hauptrolle in der Fernsehserie „Law & Order: Special Victims Unit“. Immer wieder bekam sie Briefe von Fans, die auch ihre Mutter noch gekannt haben. Diese Briefe waren der Auslöser für ihren Entschluss, eine Dokumentation über die eigene Mutter zu machen und mehr über sie zu erfahren. „Ich habe mein ganzes Leben lang mich von meiner Mutter entfernt. Jane Mansfield, das Sexsymbol, Jane Mansfield ist von totalem Unsinn bis zur meistfotografierten Frau im Fernsehen. Wie erhältst du deine meteorische Erwachsenheit? Ich nutze meine Hennep-Type-Publikität, um meinen Fuß in die Tür zu bringen. Ihre Karriere hat mich anders machen wollen. Aber ich will sie jetzt verstehen. Ich war drei Jahre alt, als meine Mutter starb, und ich habe keine Erinnerungen an sie. Wir erneuern unsere Familie. Das ist es, was es für mich geht, weil sie ein Teil von mir ist. Ich will sie als Jane kennenlernen.“ Im Film interviewt Mariska Hagitay ihre älteren Geschwister zu deren Erinnerungen an die gemeinsame Mutter. Sie spricht auch über lang gehegte Geheimnisse, wie etwa das um ihren leiblichen Vater, von dem sie erst als Erwachsene erfuhr. Dazu wird Archivmaterial gezeigt und so die öffentliche mit der Familiengeschichte verbunden. „Meine Mutter Jane Mansfield“ könnt ihr bei WOW TV anschauen. Wenn euch unser Podcast gefällt, dann abonniert uns kostenlos in eurer Podcast-App und empfehlt „Was läuft heute?“ gerne weiter, damit noch mehr Film- und Serienfans auf ihre Kosten kommen. Tipp und Skript kamen heute von Anke Behlert, Audioschnitt Paula Bültemann. Und ich bin Ina Lebedjew. Wir hören uns! Was läuft heute? Online und Videostreams, TV-Programmen und Dokus, empfohlen vom Podcast Radio detektor.fm. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk 2017.