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Was wichtig wird | Green New Deal für Museen

Offener Brief fordert zentrale Anlaufstelle

Umwelstschutzmaßnahmen sind für Museen oft nicht einfach umzusetzen. In einem offenen Brief fordern Direktorinnen und Direktoren führender Museen in Deutschland, Kunstschaffende und Forschende zusammen mit dem Monopol Magazin einen Green New Deal.

Wie grün sind die Museen in Deutschland eigentlich? Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten, denn die Museen wissen es oft selbst nicht, sagt Daniel Völzke vom Monopol Magazin für Kunst und Leben. Ein Green New Deal, also konkrete Maßnahmen für eine ökologische Wende, könnte helfen. Der erste Schritt wäre zunächst eine Bestandsaufnahme, an welchen Gewerken Museen die meiste Energie verbrauchen.

Green New Deal

Kultureinrichtungen sind als Verursacher der Klimakrise nicht zu vergleichen mit der Schwerindustrie. Trotzdem stehen auch sie im Fokus, weil sie den Klimawandel als Kulturphänomen begreifen.

Wenn sie Klimawandel inhaltich in ihrem Programm, in Ausstellungen zum Beispiel, behandeln, dann müssen sie sich diese Frage eben gefallen lassen: Was tut ihr eigentlich, um das Klima zu schützen? – Daniel Völzke, Monopol

Die Recherchen von Daniel Völzke zeigen, dass ein generelles Intersse in der Kunstszene vorhanden ist. Allerdings gibt es eher einzelne Künstler, die sich aus ihrer Kunst heraus mit dem Thema beschäftigen. So ist zum Beispiel Edgar Honetschläger vom Künstler zum Umweltaktivisten geworden.

Konkrete Forderungen

Von Seiten des zuständigen Ministeriums für Kultur und Medien gibt es auf Anfrage, welche Umweltschutzmaßnahmen es gibt, nur allgemeine Aussagen. Man bewege sich innerhalb der Klimaziele der Bundesregierung und unterstütze Nachhaltigkeitsstrategien des Bundes im Bauwesen, heißt es. Verpflichtende Ziele gibt es allerdings nicht. Die Initiatorinnen und Initiatoren des Briefes haben schon konkrete Vorstellungen für den Green New Deal. Sie fordern eine zentrale Einrichtung, an die sich die Museen wenden können und von der sie etwa auch Födergelder bekommen können.

Es gibt kaum Zusammenschlüsse oder organisierte Bemühungen, irgendetwas auf die Reihe zu kriegen. Auch das war ein Grund für unseren Brief, um sowas zu formulieren. – Daniel Völzke, Monopol

Über den offenen Brief und die konkreten Forderungen spricht detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle mit Monopol-Redakteur Daniel Völzke.

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