Austra-Sängerin Katie Stelmanis im Interview

"Lieber illegale Downloads als Spotify"

04.09.2014

Ihre Musik soll gut hörbar sein, aber trotzdem Grenzen übertreten. Und sie mag Spotify nicht. Katie Stelmanis von Austra lebt für ihre Musik. Wir haben mit ihr über die aktuelle EP "Habitat" und die Ausbeutung von Musikern gesprochen.

Katie Stelmanis hat es nicht so mit Spotify. Lieber illegal runterladen und mit der Schande leben, nicht die CD gekauft zu haben. Foto: Presse

Austra - Habitat

Habitat

Austra

(Domino Recording Co, bereits erschienen)

Ob Johann Sebastian Bach heute elektronische Musik machen würde, ist zu bezweifeln. Aber Katie Stelmanis von Austra meint zumindest, dass elektronische Musik Geimeinsamkeiten mit Barockmusik hat. Wir fanden, das bedarf Erklärung und haben sie zu uns ins Studio eingeladen.

Grenzgängerin

Natürlich haben wir mit ihr auch über die Musik von Austra gesprochen. Besonders über die neue EP „Habitat“. Vor ein paar Jahren wollte Katie Stelmanis noch Musik machen, die auf keinen Fall einfach zugänglich ist. Heute hat sich das etwas geändert: Gut hörbar, aber an den Grenzen des Pop soll es sein. Das hört man bei der EP auch, die ist wieder ein bisschen experimenteller ausgefallen als das Album „Olympia“.

Katie steht auf anspruchsvolle Musik. Das könnte auch ein bisschen an ihrer Kindheit und Jugend liegen, in der sie durch ihre Eltern fast nur mit klassischer Musik zu tun hatte. Mit elektronischer Musik ist sie erst mit 17 Jahren in Berührung gekommen. Im Auto ihrer guten Freundin Maya Postepski, die heute bei Austra am Schlagzeug sitzt.

F*** Spotify, buy records

Auf Dienste wie Spotify ist Katie weniger gut zu sprechen. Sie mag eben nicht nur gern Musik, sondern auch ihre Musikerkollegen. Wenn die versuchen, von den Klicks bei Spotify zu leben, sieht es auf dem Konto am Ende des Monatgs ganz schön mau aus. Was sie genau an Spotify nicht leiden kann, hat sie uns im Interview erzählt.