detektor.fm-Session mit Dan Mangan

Politische Songs ohne Moralkeule

25.09.2015

Politische Songs schreiben und dabei nicht den Moralapostel raushängen lassen - gar nicht so einfach. Der kanadische Songwriter Dan Mangan liefert auf die komplexen Zusammenhänge unserer Welt auch keine Antworten, stellt aber die richtigen Fragen.

Dan Mangan + Blacksmith - Club Meds

Club Meds

Dan Mangan + Blacksmith

(City Slang, bereits erschienen)

Am Anfang ist Dan Mangan noch alleine unterwegs: Nordamerika, Europa, Australien – der Songwriter spielt überall, wo er einen Gig ergattern kann. Doch nach dieser langen Solotour sehnt sich Dan Mangan danach, Teil einer Band zu sein. Er schließt sich mit Musikern aus seiner Heimat Vancouver zusammen. Durch diese Zusammenarbeit verlässt Dan Mangan ein Stück weit den typischen Singer-Songwriter Folk.

„Dieses Album war mehr als die Vorgänger ein Gemeinschaftswerk“

Sein aktuelles Album „Club Meds“ ist dann das erste Album auf dem auch seine Band namentlich erwähnt wird: Dan Mangan + Blacksmith. Musikalisch und textlich ist das Album düsterer und unzugänglicher als seine Vorgänger. So beschäftigt sich Dan Mangan in seinen Texten mit der angespannten Weltlage.

Jetzt da ich Vater geworden bin, hat das Musik machen eine neue Dringlichkeit bekommen. Es geht nicht mehr darum, einfach Spaß zu haben, sondern ich möchte damit wirklich etwas ausdrücken. Ich möchte die Welt als einen besseren Ort hinterlassen als ich ihn vorgefunden habe.

„Ich war schon immer eine politische Person“

Dan Mangans politisches Interesse spiegelt sich auch abseits der Musik wider. Aktuell unterstützt er die Kampagne #ImagineOct20th, die sich angesichts der anstehenden Wahlen in Kanada für die Ablösung der konservativen Regierung einsetzt.

Mit seinem aktuellen Album ist Dan Mangan zusammen mit seinem Gitarristen Gordon Grdina momentan auf Tour. Die beiden haben uns einen Besuch im Studio abgestattet. Bei der Gelegenheit erzählt Dan Mangan, was es mit dem neuen Bandnamen auf sich hat und warum seine Texte auf dem neuen Album so politisch sind.


Redaktion: Claire Schulte-Wieschen