detektor.fm-Session mit Me + Marie

Der Blues und die Liebe

19.01.2017

Wer den Blues verstanden hat, der hat auch schon viel von der Liebe verstanden. Eine alte Musikerweisheit, die man so vielleicht auch auf das Duo Me + Marie anwenden kann. In der detektor.fm-Session spielen sie eine reduzierte Variante ihrer bluesig-dunklen Liebeslieder.

Keine Angst vor großen Gesten - das Duo Me + Marie. Foto: detektor.fm

Mit ihren bluesig-erdigen Rocksongs erkunden Me + Marie die dunklen Seiten der Liebe. Auf Englisch. Das ist für die beiden Bandmitglieder gar nicht so selbstverständlich: der Schweizer Roland Vögtli schreibt als Solokünstler auch Lieder auf Rätoromanisch. Und Maria Moling aus Südtirol ist eine von knapp 30.000 Menschen auf der Welt, die Ladinisch sprechen können, einen alten Dialekt aus den Alpentälern Oberitaliens. Mittlerweile lebt das Duo in München.

Ich war Radiomoderator und habe gleichzeitig auch Songs geschrieben. Maria war bei uns auf Promotour und weil ich noch eine weibliche Stimme für mein Projekt gesucht habe, habe ich sie dann gefragt.

Letztes Jahr haben Me + Marie ihr erstes Album rausgebracht. Gerade sind sie damit auf Tour – und schlagen immer größere Wellen. Vor ein paar Tagen haben sie noch auf der Bühne beim wegweisenden Eurosonic-Festival in Groningen gespielt.

Wenn laut und leise sich in der Mitte treffen

Mit ihrer zweiten Band Ganes macht Maria Moling ladinische Popmusik mit dreistimmigem Gesang. Roland Vögtli stammt eher aus dem Rock- und Blues-Bereich.

Wir fanden diese Hintergründe sehr spannend. Oft haben wir einen ganz unterschiedlichen Musikgeschmack und wollten mal schauen was passiert, wenn wir uns in einen Raum setzen und einfach brainstormen.

Bei Me + Marie ist – ganz im Gegenteil zu dem, was sie sonst machen – Roland für die leisen Klänge zuständig. Maria lebt bei Me + Marie ihre laute, rockige Seite aus.

In der detektor.fm-Session sprechen Me + Marie über ihre musikalischen Hintergründe, über Aufnahmesessions im bayrischen Wald und erklären, warum sich das Eurosonic-Festival wie eine Vieh-Messe anfühlt.


Redaktion: Ina Holev