Keine Angst vor Hits – neue Musik bei detektor.fm

12.11.2013

Bombay Bicycle Club kriegen ein Fleißbienchen, Broken Bells singen wie die Bee Gees und James Murphy schickt David Bowie zurück nach Berlin. Wir stellen ausgewählte Neuheiten aus unserer Playlist vor.

“Carry Me” - Szene aus dem interaktiven Video von Bombay Bicycle Club (Foto: Screenshot)


Keine Angst vor Hits wird präsentiert von Sonos – das Wireless HiFi-System


Bombay Bicycle Club – Carry Me

Für diese Band gibt’s von uns das Fleißbienchen ins Muttiheft. Bombay Bicycle Club bringen im Februar ihr viertes Album innerhalb von fünf Jahren raus. Ganz schön sportlich für eine Band, deren Mitglieder gerade mal Mitte 20 sind.

Damit’s nicht langweilig wird, hat Sänger Jack Steadman den Tapetenwechsel gewagt und hat die neuen Songs auf Reisen in der Türkei und Indien geschrieben. Nach Bollywood klingt der Vorbote aufs neue Album aber nicht. Vielmehr ist Carry Me ein abstrakter Popsong, der eine Menge Haken schlägt und trotzdem hängen bleibt. Schön auch, wie man die Bandmitglieder im dazugehörigen interaktiven Video nach seiner Maus tanzen lassen kann. Das neue, noch namenlose Album kommt am 7. Februar.

Broken Bells – Holding On For Life

Wenn Danger Mouse mal nicht mit den Black Keys, U2 oder Norah Jones im Studio rumhängt, schnappt er sich seinen Kollegen James Mercer von The Shins und nimmt mit ihm ein paar Songs auf. Zusammen nennen sie sich Broken Bells und haben schon 2010 auf dem Debütalbum ganz wunderbar harmoniert. Mit Holding On For Life gibt’s jetzt den neuesten Wurf des Duos.

James Mercer drückt seine Stimme noch ein paar Töne nach oben und klingt hier ein bisschen wie die Bee Gees. Dazu gibt Danger Mouse im Mid-Tempobereich gewohnt lässig den Groove an. Wir sind gespannt aufs neue Album namens After The Disco, das am 10. Januar das Licht der Welt erblickt.

Sharon Jones & The Dap-Kings – Stranger To My Happiness

Das neue Album von Sharon Jones And The Dap-Kings sollte eigentlich schon längst draußen sein. Die geplante Veröffentlichung und die begleitende Tour wurden aber augenblicklich auf Eis gelegt, als bei Sharon Jones Krebs diagnostiziert wurde. Die gute Nachricht: Dank erfolgreicher Operation kehrt sie nun mit ihren Dap-Kings zurück auf die Bühne.

Ohne Frage: Sharon Jones & The Dap-Kings haben den Soul gefrühstückt. In Stranger To My Happiness schwofen sie in bester Motown-Manier, ohne dass es ihnen an Originalität fehlt. Give The People What They Want heißt das neue Album. Am 17. Januar kommt’s raus.

Luke Sital-Singh – Nothing Stays The Same

„Er könnte der britische Bon Iver werden“, sagt der Guardian über Luke Sital-Singh. Der 25-jährige Londoner hat in der Tat eine starke Stimme und beackert das Feld des Akustik-Pop. Vielleicht eher im Stil eines Ben Howard.

Zwei EPs hat Luke Luke Sital-Singh schon in Eigenregie rausgebracht. Nun hat ein Major-Label angebissen und gerade seine dritte EP namens Tornados veröffentlicht. Darauf auch zu finden ist das Stück Nothing Stays The Same.

David Bowie – Love Is Lost (Hello Steve Reich Mix by James Murphy for the DFA)

In den 70ern hat Minimal-Pionier Steve Reich ein Stück komponiert, für das man lediglich zwei klatschende Menschen braucht: Clapping Music. Gut 40 Jahre später hat James Murphy von LCD Soundsystem eine Hommage gebastelt. Dafür hat er sich das Stück Love Is Lost von der letzten David Bowie-Platte vorgenommen. Das hat er mit den Klatsch-Rhythmen kombiniert und dem Remix seinen typischen Murphy-Groove verpasst. Klingt ein bisschen so als hätte er David Bowie zurück nach Berlin geschickt.

Getroffen haben sich Murphy und Bowie übrigens neulich bei den Aufnahmen zum neuen Arcade-Fire-Album, auf dem David Bowie ein paar Gesangs-Aufnahmen beigesteuert hat. Der komplette Remix ist ein 10-Minuten-Opus, zu finden auf dem jüngst erschienenen Box-Set zum Bowie-Album The Next Day. Die Kurzfassung gibt’s ab sofort regelmäßig bei uns im Programm.

Weitere Playlist-Neuheiten gibt es in unserer Spotify-App.