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Alice Phoebe Lou. Foto: Jonothan Kope
Alice Phoebe Lou. Foto: Jonothan Kope

Keine Angst vor Hits

Vom Gartenhaus ins Studio

Porridge Radio singen sich bis zur Ekstase, Yumi Zouma schwelgen in zuckersüßer Nostalgie und Alice Phoebe Lou gibt sich als nette Hexe. Außerdem kommt auch die Musikwelt nicht um Covid-19 herum. Das und einiges mehr gibt’s diesmal bei „Keine Angst vor Hits“.

Covid-19 stellt nicht nur das Gesundheitssystem auf die Probe, auch die Kulturbranche muss einiges in Kauf nehmen. Veranstalter sagen Konzerte ab, Musiker unterbrechen ihre Tour und müssen Existenzängste erleiden. Stefan Streck aka The Micronaut ist Musiker, Produzent und Tontechniker und finanziert sein Leben mit solchen Events. Auch für ihn ist noch nicht klar, womit er in den nächsten Monaten sein Geld verdienen wird.

Ich habe genug Freunde und ich kann meine Mutter fragen. Die würden mich immer unterstützen, aber dass ich das letzte Mal nach Geld gefragt habe, ist echt schon 20 Jahre her.

Musiker und Produzent Stefan Streck aka The Micronaut

Musiker und Produzent Stefan Streck aka The Micronaut

Neue Alben

Porridge Radio – Every Bad

Die DIY-Band aus Brighton gibt es nicht erst seit gestern. Vor drei Jahren kam ihr Debütalbum Pasta, Rice and Other Fillers auf den Markt und trotzdem ist Every Bad das erste Studioalbum von Porridge Radio. Vom Aufnehmen im Gartenhäuschen ging es diesmal in ein richtiges Studio und das hat sich gelohnt: Every Bad klingt fantastisch gewaltig, vor allem wenn Sängerin Dana Margolin sich bis zur Ekstase singt und bestimmte Textzeilen mantraartig wiederholt.

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Yumi Zouma – Truth or Consequences

Angefangen hat die Geschichte von Yumi Zouma als musikalische Fernbeziehung zwischen Neuseeland und New York. Dank des Internets konnten dabei aber mittlerweile trotzdem schon drei Alben entstehen. Besonders aufregend ist Truth or Consequences nicht geworden, aber das war auch nie das Ziel der Band. Yumi Zouma machen einfachen, aber schönen Elektro-Pop, der manchmal nach Werbung, aber meistens nach Nostalgie klingt. Ihre Zwanziger haben die Mitglieder hinter sich gelassen und schwelgen jetzt in zuckersüßen Erinnerungen.

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CocoRosie – Put the Shine on

Die eine hat sich in Paris zur Opernsängerin ausbilden lassen, die andere in New York Hip-Hop für sich entdeckt. Die Schwestern Sierra und Bianca Casady sind nicht immer auch beste Freundinnen gewesen, haben mittlerweile aber schon sieben Alben auf dem Buckel. In erster Linie sind die beiden Performancekünstlerinnen, die Klangwelten kreieren wollen. Put the Shine On setzt den schrägen Art-Folk der Vorgänger fort. Sie spielem mit merkwürdigen Geräuschen, wie Hahnenschreien und dem Klingeln einer Popcornmaschine und fordern dabei viel von ihrem Publikum. Zuhören lohnt sich aber, weil jeder Song unerwartete Kontraste bereit hält.

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Neu auf der Playlist

Dream Wife – Sports!

Über 200 Shows hat das Londoner Gitarrentrio Dream Wife 2018 gespielt, nachdem sie ihr Debütalbum veröffentlicht hatten. Im Sommer wird der Zweitling erscheinen. Und in der überwiegend männlich dominierten Musikbranche folgen die drei Frauen dem Motto: Girls to the front! Das Album So When You Gonna… wurde vollständig von einem nicht-männlichen Team erarbeitet. Wie im Albumtitel angedeutet, wollen sie damit insbesondere weibliche, queere und non-binäre Kreative ermutigen, nicht zu warten, sondern selbst aktiv zu werden. Rhythmisch legen Dream Wife ein mathematisch anmutendes Dance-Punk-Fundament, über die freizügig Gitarren und Stimmen krakeelen. Sports! ist der erste neon-glitzernde Vorgeschmack auf das neue Album.

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Alice Phoebe Lou – Witches

Alice Phoebe Lou hat sich in den letzten Jahren in Deutschland einen Namen gemacht. Eigentlich wollte die Südafrikanerin nur für ein Jahr nach Europa. Aber in der Berliner Straßenmusik-Szene fühlte sie sich derart wohl, dass sie seit über sieben Jahren teilweise in der Stadt lebt. Trotz ihrer zierlichen Statur erreicht Alice Phoebe Lou eine enorme Präsenz auf der Bühne, die sich vor allem auf ihre luzide Stimme stützt. Auf der Tour zu ihrem zweiten Album Paper Castles, hat sie im vergangenen Jahr neue Songs getestet. Witches war einer dieser Songs. Er ist im DIY-Homestudio auf einer alten Bandmaschine aufgenommen.

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Yaeji – Waking Up Down

Yaeji ist in New York geboren und in Süd-Korea aufgewachsen. Das Studium brachte sie zurück in die USA, wo sie sich das DJing beibrachte. Yaeji vereint Einflüsse von K-Pop und koreanischem Indierock mit undergroundigen House-Beats. Setidem sammelt sie fleißig Meriten: Ein Live-Set im Boiler Room New York, Remixe für Charlie XCX und Robyn oder eine weltweit ausverkaufte Tour. Mit What We Drew 우리가그려왔던 veröffentlicht sie nun ein Mixtape. Waking Up Down ist die erste Single davon.

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