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Lucy Rose: Foto: Promo
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Keine Angst vor Hits

Neonlicht, schimmerndes Neonlicht

Katie von Schleicher reiht sich mit ihrem zweiten Album neben die großen Songwriterinnen dieser Generation ein, Yellow Days ist der neue Curtis Mayfield und Ferge X Fisherman ziehen durch die neonbeleuchtete Nacht. Außerdem: das umfangreiche Werk des legendären Filmkomponisten Peter Thomas. All das und mehr in der neuen Folge von „Keine Angst vor Hits“.

Neue Alben

Katie von Schleicher – Consummation

Die New Yorker Musikerin Katie von Schleicher hat ein Faible für Lo-Fi-Sounds und Popwerpop-Balladen mit ein bisschen Schräglage. Mit ihrem Debütabum „Shitty Hits“ hat sie nicht nur Humor bewiesen sondern auch einige Aufmerksamkeit bekommen. Der Nachfolger „Consummation“ ist inspiriert von Hitchcocks „Vertigo“. von Schleicher singt von Ängsten, Depressionen, Hingabe und zerstörerischer Liebe. Musikalisch beackert sie ein weites Feld: von Krautrock über Indie-Pop und New Wave bis Garage Rock. Mit den eingängigen und ausdrucksstarken Songs auf „Consummation“ erspielt sie sich einen Platz neben erlauchten Kolleginnen wie Angel Olsen, Sharon van Etten und Feist.

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Zola Blood – Two Hearts

Zola Blood ist ein Indietronic-Quartett aus London, das 2017 sein Debütalbum „Infinite Games“ veröffentlicht hat. Auf ihrer neuen EP „Two Hearts“ haben sie in Sachen Elektrosound nochmal eine Schippe draufgelegt. Ihre Fusion aus Ambient, Dreampop und Techno hat ihnen auch schon eine Kollaboration mit dem Berliner DJ & Producer Claptone eingebracht. Für die kompakte Produktion von „Two Hearts“ zeichnet Adele-Produzent Joseph Hartwell-Jones verantwortlich. Inhaltlich beschäftigt sich ihr nostalgisch-düsterer Elektropop mit Veränderung und Zeitkonzepten.

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Ferge X Fisherman – Blinded By The Neon

Dass Jazz und Hiphop gut zusammen passen ist nichts Neues. Relativ neu ist die Jazz-Rap-Combo Ferge X Fisherman aus Nürnberg. Nach ihrer Konzept-EP „Gone Fishing“ erscheint jetzt das Debütalbum „Blinded by the Neon“. Auch das ist ein Konzeptalbum, das einem Künstler durch die Nacht folgt, der nach einem nicht ganz gelungenen Auftritt seine Arbeit und seine Rolle reflektiert. Sie benutzen Jazz-Samples, Streicher, frickelige Beats, es erklingt aber auch mal melodiöser Gospel und Soul. Extrem entspannter Sound mit ansteckendem Groove und intelligenten Texten. Zur „Realness“ tragen unter anderem auch die Gastrapper Spiritchild und Felisha George aus der Bronx bei.

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Neu auf der Playlist

Silverbacks – Muted Gold

Besonders viele gute Bands aus Irland fallen uns aus dem Stehgreif nicht ein. Eher langweilige U2 – überkommener Stadionrock. The Cranberries – hängengebliebener Neunziger-Quatsch. Oder halt Fidel-Musik, auch nicht so unseres. Zum Glück kommt da die fünfköpfige Indie-Band Silverbacks aus Dublin eingeflogen. Das Motto von “Muted Gold”: Iren leiten Sie in die Irre. Mit einer aufgekratzten Mischung aus kontrolliert vorgesprochenem Text mit lyrischem Touch (Do Nothing lassen grüßen), hektisch überdrehten Gitarrenlicks, Pop-Hooks und “Hu! Ha!”-Rufen. “Muted Gold” ist wirklich eine Wundertüte und kündigt das Debütalbum “Fad” an, das im Juli erscheinen soll.

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Yellow Days – Love is Everywhere

George van den Broek – der Name klingt flämisch, er ist aber Engländer. Er stammt aus der englischen Provinz, hat sich mehrere Instrumente selbst beigebracht. Die arrangiert er dann unter dem Künstlernamen Yellow Days zusammen mit seiner Wahnsinns-Stimme im heimischen Gartenschuppen zu souligen Popsongs. Und damit hat er sich ziemlich schnell aus dem Provinz-Gartenschuppen auf internationale Bühnen katapultiert. In “Love is Everywhere” klingt Yellow Days wie ein Mann, der viel geliebt und gelebt hat, dabei ist der Typ erst Anfang 20. Das passende Album “A Day In A Yellow Beat” kommt Anfang August.

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Lucy Rose – Question it all

Lucy Rose wird häufiger mit Laura Marling, Neil Young oder Joni Mitchell verglichen, die sie auch explizit als ihre Vorbilder nennt. Die englische Singer-Songwriterin hat sich auf ihrem letzten Album “No words left” viel mit den Päckchen beschäftigt, die sie mit sich herumträgt. Sie sagt sogar, dass sie sich mit der LP selbst davon überzeugt hat, dass ihr eine Psychotherapie gut täte. Zwei Songs hatte Rose noch in der Schublade, die nicht ganz zum Album passten. Sie wusste nicht so richtig, was sie damit anfangen sollte. Warum also nicht einfach veröffentlichen? “Question it all” ist einer dieser Songs.

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