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Foto: Eva Morlang
Foto: Eva Morlang

Mahlers Universum | Schlagzeug bei Mahler

Mehr als nur Effekt

Der Holzhammer in Mahlers 6. Sinfonie hat zu einem Wetteifern der Orchester geführt. Und auch die anderen Sinfonien sind voll von besonderen Partien für Schlagzeug. Zwei Gewandhausmusiker erzählen, wie es ist, Mahler zu spielen.

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Saitenwechsel wird präsentiert vom Gewandhausorchester.

Seine Stimmgruppe steht eher selten im Mittelpunkt. In vielen Konzerten hat es nur wenige Takte zu spielen. Aber nicht so bei Mahler! Da passiert im Schlagzeug extrem viel. Was genau, das erzählen in dieser Folge die Gewandhausschlagzeuger Wolfram Holl und Severin Stitzenberger.

Sie finden besonders, dass Mahler sehr differenziert für Schlagzeug schreibt. Er hat viele kreative Ideen für Klänge und ungewöhnliche Effekte.

Es sind nie Effekte des Effekts wegen, sondern es hat immer einen Sinn und es dient der Musik.

Severin Stitzenberger, Schlagzeuger im Gewandhausorchester

Auf der Suche nach dem richtigen Klang

Und Mahler schreibt schon mal Instrumente in die Partitur, die bis dahin noch gar keine waren. So will er etwa in der 5. Sinfonie eine Holzklapper.

Wie sie zu dem Klang gekommen sind, den die Holzklapper im Gewandhausorchester nun hat, erzählt im Podcast Wolfram Holl, der dafür selbst recherchiert und experimentiert hat.

Schlagzeug-Legende: der Hammer

Legendär ist der Holzhammer in der 6. Sinfonie. Genaue Vorgaben für den Hammerschlag und worauf gehauen werden soll, gibt Mahler nicht.

Ich geh mal davon aus, dass Mahler einen Klang haben wollte, der so einprägsam war, dass man ihn so schnell nicht vergisst. Es soll ja Schicksalsschläge symbolisieren.

Wolfram Holl, Schlagzeuger im Gewandhausorchester

Die Hammer und die Kisten, auf die geschlagen wird, werden mit der Zeit immer größer. Wie groß die Kiste des Gewandhausorchesters ist und wie sie klingt, erfährt man in dieser Folge von „Mahlers Universum“, der Mahler-Staffel im Saitenwechsel-Podcast.