Musikvideo der Woche | Die Orsons mit „Grille“

Microdosis Party

Mit der neuen Single „Grille“ kündigen Die Orsons ihr Comeback an. Das Video dazu ist orsonmäßig schrill und unkonventionell. Maurice Gajda wäre gerne beim Dreh dabei gewesen.

Comeback der Orsons

Nachdem letztes Jahr bereits Gerüchte über eine mögliche Trennung kursiert sind, kündigen Die Orsons nun ihr Comeback an. Dazu soll im August das mittlerweile fünfte Album des Rap-Quartetts unter dem Namen „Orsons Island“ erscheinen. Das Video zur ersten Single „Grille“ kann man schon jetzt bestaunen.

Konventionell Unkonventionell

Schrille Farben, schräge Motive, bizarre Kostüme und jede Menge aufblasbare Gummirequisiten: Wie von den Orsons gewohnt ist das Musikvideo zu „Grille“ einigermaßen irritierend und setzt sich von konventionellen Mustern aktueller Hip-Hop-Ästhetik ab. Gerade dieser ironische Umgang mit Rap-Kultur hat der seit zehn Jahren bestehenden „realsten Boygroup Deutschlands“ mittlerweile einen gewissen Kultstatus eingebracht.

Das ist ja genau das, was die Orsons immer wieder machen, mit angenommenen Regeln brechen. Es gibt ja niemanden, der irgendwo mal geschrieben hat, Hip-Hop-Videos müssen grundsätzlich schwarz-weiß sein und vor irgendwelchen deutschen Plattenbausiedlungen stattfinden. – Maurice Gajda, Musikvideo-Kenner

Einmal Grille, immer Grille!

Die Idee zum Song „Grille“ kam den Musikern, als sie, laut eigenen Angaben, die erste Microparty der Welt (rein in Club, zehn Minuten Party, raus aus Club) in der münsteraner Kult-Absteige „die Grille“ feierten. Die hat sich nach der Fabel von der Grille und der Ameise benannt. Darin musiziert die Grille lieber den ganzen Sommer lang, anstatt sich wie die Ameise um den Winter zu sorgen.

Über das Musikvideo zu Grille, Meerestiere und Micropartys spricht detektor.fm Moderatorin Anja Bolle wie immer mit Maurice Gajda.

Maurice Gajda Foto: Melanie KoravitschDie Orsons erfüllen mal wieder voll Ansprüche, die man an sie hat. Nämlich, überrascht zu werden.Maurice Gajdabespricht mit uns jede Woche ein besonderes Musikvideo. 

Redaktion: Yannic Köhler